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	<title>Kommentare zu: Schönheit vor Alter? Junge Entwicklungsorganisationen im Fokus</title>
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	<description>Modernes NGO-Campaigning</description>
	<lastBuildDate>Wed, 09 Nov 2011 08:22:55 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Von: Petra</title>
		<link>http://www.kampagne20.de/2010/02/22/schonheit-vor-alter-junge-entwicklungsorganisationen-im-fokus/comment-page-1/#comment-4923</link>
		<dc:creator>Petra</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 24 Feb 2010 22:36:37 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.kampagne20.de/?p=286#comment-4923</guid>
		<description>Liebe Brigitte,

vielen Dank für Deine kritische Einschätzung-ich glaube dennoch, dass eine Einbeziehung der Twitter Follower weit weniger dramatisch ist. Wie gesagt, nicht die Follower entscheiden über die Notwendigkeit eines Brunnens, sondern die NGOs vor Ort (mit Expertise) mit denen wir zusammenarbeiten. 2aid.org hat lediglich drei relevante Projekte zur Auswahl gestellt und nicht Follower über einen Standort entscheiden lassen.  

Unseriös sind m. E. eher Überschriften, wie &quot;Entscheidung über Leben und Tod&quot;, aber das nur am Rande.
Nehmen wir es doch mal genau: Mit jeder Spende an die eine und nicht an die andere Organisation trifft der Spender eine Entscheidung über die Sinnhaftigkeit eines Projektes. Wer würde denn behaupten, Spenden an eine Umweltorganisation wären zynisch, während in Afrika weiterhin Geld fehlt und Menschen sich mit dreckigem Wasser vergiften? Wenn ein Spender beispielsweise für den Naturschutzbund spendet und nicht für das Rote Kreuz(und das wird er hoffentlich auch zukünftig noch ohne Experten selbst entscheiden dürfen, dann würde ihm das auch keiner vorwerfen? 

Hier geht es doch im Prinzip um allgemeine Verteilungskämpfe des Spendenmarktes und um grundsätzliche Kritik an der Entwicklungspolitik (Evaluierung von Projektbedarf) und das nun ausgerechnet 2aid.org fest zu machen, verkennt m.E. die wirklichen Zusammenhänge.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Liebe Brigitte,</p>
<p>vielen Dank für Deine kritische Einschätzung-ich glaube dennoch, dass eine Einbeziehung der Twitter Follower weit weniger dramatisch ist. Wie gesagt, nicht die Follower entscheiden über die Notwendigkeit eines Brunnens, sondern die NGOs vor Ort (mit Expertise) mit denen wir zusammenarbeiten. 2aid.org hat lediglich drei relevante Projekte zur Auswahl gestellt und nicht Follower über einen Standort entscheiden lassen.  </p>
<p>Unseriös sind m. E. eher Überschriften, wie &#8220;Entscheidung über Leben und Tod&#8221;, aber das nur am Rande.<br />
Nehmen wir es doch mal genau: Mit jeder Spende an die eine und nicht an die andere Organisation trifft der Spender eine Entscheidung über die Sinnhaftigkeit eines Projektes. Wer würde denn behaupten, Spenden an eine Umweltorganisation wären zynisch, während in Afrika weiterhin Geld fehlt und Menschen sich mit dreckigem Wasser vergiften? Wenn ein Spender beispielsweise für den Naturschutzbund spendet und nicht für das Rote Kreuz(und das wird er hoffentlich auch zukünftig noch ohne Experten selbst entscheiden dürfen, dann würde ihm das auch keiner vorwerfen? </p>
<p>Hier geht es doch im Prinzip um allgemeine Verteilungskämpfe des Spendenmarktes und um grundsätzliche Kritik an der Entwicklungspolitik (Evaluierung von Projektbedarf) und das nun ausgerechnet 2aid.org fest zu machen, verkennt m.E. die wirklichen Zusammenhänge.</p>
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		<title>Von: Tilman</title>
		<link>http://www.kampagne20.de/2010/02/22/schonheit-vor-alter-junge-entwicklungsorganisationen-im-fokus/comment-page-1/#comment-4910</link>
		<dc:creator>Tilman</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 23 Feb 2010 19:07:37 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.kampagne20.de/?p=286#comment-4910</guid>
		<description>Hallo,
vielen Dank für den interessanten Artikel und die Denkanstöße, insbesondere deshalb, weil ich zu denen gehöre, die kickHIV! initiiert haben :-)
Expertise ist definitiv wichtig und es ist ebenso zentral, dass nicht wir in Deutschland auswählen, was in Afrika gut sein könnte, sondern lokale Experten entscheiden, was sinnvoll ist. Genau so wird es bei Go Ahead! bzw. kickHIV gemacht: Jedem neuen Projekt geht die Initiative und ein Antrag eines lokalen Partners in Afrika voraus. Diese lokalen Projektpartner (www.heartbeat.org.za) haben hochgebildete Kräfte in ihrem Büro sitzen, die bezahlt werden und Experten in ihrem Feld sind.
Das tolle bei den jungen, neuen NGOs ist es doch, dass hier sehr viel Enthusiasmus hinter steht, die Initiative ergriffen wird und in beiden Fällen sinnvoll geholfen werden kann. Wir in Deutscland maßen uns nicht an, zu entscheiden, was unsere Partner brauchen, sondern wir sammeln Gelder und Bewusstsein dafür, was afrikanische Experten als besonders wichtig hervorheben. Und was unsere Expertise angeht und unsere Fähigkeit, zwischen verschiedenen Projekten zu differenzieren, so denk ich wissen wir ganz gut was wir tun: Im Vorstand von Go Ahead! haben alle Mitglieder länger Zeit in Entwicklungsländern gearbeitet, studieren u.a. Internationale Beziehungen, Global Management oder Development Studies und haben in allen Bereichen ihrer Arbeit Experten gewonnen, die uns regelmäßig mit Rat und Tat zur Seite stehen - auch dann, wenn wir weiter unsere Bankgebühren, Druckkosten etc. ausschließlich durch Mitgliedsbeiträge decken! Aber es stimmt natürlich, dass es hier Grenzen des Wachstums gibt.
Du hast Lust bekommen mitzumachen? Meld dich: tilman@kickHIV.de 
Beste Grüße,
Tille</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo,<br />
vielen Dank für den interessanten Artikel und die Denkanstöße, insbesondere deshalb, weil ich zu denen gehöre, die kickHIV! initiiert haben <img src='http://www.kampagne20.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /><br />
Expertise ist definitiv wichtig und es ist ebenso zentral, dass nicht wir in Deutschland auswählen, was in Afrika gut sein könnte, sondern lokale Experten entscheiden, was sinnvoll ist. Genau so wird es bei Go Ahead! bzw. kickHIV gemacht: Jedem neuen Projekt geht die Initiative und ein Antrag eines lokalen Partners in Afrika voraus. Diese lokalen Projektpartner (www.heartbeat.org.za) haben hochgebildete Kräfte in ihrem Büro sitzen, die bezahlt werden und Experten in ihrem Feld sind.<br />
Das tolle bei den jungen, neuen NGOs ist es doch, dass hier sehr viel Enthusiasmus hinter steht, die Initiative ergriffen wird und in beiden Fällen sinnvoll geholfen werden kann. Wir in Deutscland maßen uns nicht an, zu entscheiden, was unsere Partner brauchen, sondern wir sammeln Gelder und Bewusstsein dafür, was afrikanische Experten als besonders wichtig hervorheben. Und was unsere Expertise angeht und unsere Fähigkeit, zwischen verschiedenen Projekten zu differenzieren, so denk ich wissen wir ganz gut was wir tun: Im Vorstand von Go Ahead! haben alle Mitglieder länger Zeit in Entwicklungsländern gearbeitet, studieren u.a. Internationale Beziehungen, Global Management oder Development Studies und haben in allen Bereichen ihrer Arbeit Experten gewonnen, die uns regelmäßig mit Rat und Tat zur Seite stehen &#8211; auch dann, wenn wir weiter unsere Bankgebühren, Druckkosten etc. ausschließlich durch Mitgliedsbeiträge decken! Aber es stimmt natürlich, dass es hier Grenzen des Wachstums gibt.<br />
Du hast Lust bekommen mitzumachen? Meld dich: <a href="mailto:tilman@kickHIV.de">tilman@kickHIV.de</a><br />
Beste Grüße,<br />
Tille</p>
]]></content:encoded>
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	<item>
		<title>Von: Brigitte Reiser</title>
		<link>http://www.kampagne20.de/2010/02/22/schonheit-vor-alter-junge-entwicklungsorganisationen-im-fokus/comment-page-1/#comment-4906</link>
		<dc:creator>Brigitte Reiser</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 23 Feb 2010 12:40:19 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.kampagne20.de/?p=286#comment-4906</guid>
		<description>Das Engagement der jungen Menschen von 2aid.org ist bewunderungswürdig. Gerade habe ich mir ein Video von der Reise zweier Teammitglieder nach Uganda angesehen.

Dennoch mein kritisches Feedback: 

Ein außenstehender Betrachter wünscht sich mehr Informationen über die amerikanische Partnerorganisation von 2aid.org und ihre lokalen Kooperationspartner, deren Expertise, Größe, Hintergrund usw. Die Infos auf der Webseite von 2aid.org können zwar den Enthusiasmus und den guten Willen des Vereins belegen, nicht aber seine professionelle Glaubwürdigkeit.  

Sehr überrascht war ich Anfang des Jahres über die twtpoll-Umfrage bezüglich des Brunnenbaus. Obwohl ich für die Partizipation von Stakeholdern (und hier auch Spendern) an NPO-Entscheidungen eintrete, kann die Partizipation nicht so gestaltet werden, dass Nutzer über so essentielle Fragen wie einen Brunnenstandort entscheiden. Partizipation bedeutet nicht, dass Professionalität abgeschafft wird. Sondern durch die Kooperation NPO-Stakeholder sollen Probleme besser gelöst werden, indem die Ideen, die Kritik, die Hilfsangebote der Stakeholder Eingang in die NPO finden und deren Professionalität ergänzen (Responsivität).

Twtpoll-Umfragen wie die von 2aid.org  können nicht das Modell für die Zukunft der Online-Partizipation im Nonprofit-Sektor sein: sie überfordern den Nutzer, tragen ein paternalistisches Element in sich (weil die Menschen vor Ort/die Klienten selbst nicht gefragt werden) und nehmen der NPO das Profil und ihre Expertise.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Das Engagement der jungen Menschen von 2aid.org ist bewunderungswürdig. Gerade habe ich mir ein Video von der Reise zweier Teammitglieder nach Uganda angesehen.</p>
<p>Dennoch mein kritisches Feedback: </p>
<p>Ein außenstehender Betrachter wünscht sich mehr Informationen über die amerikanische Partnerorganisation von 2aid.org und ihre lokalen Kooperationspartner, deren Expertise, Größe, Hintergrund usw. Die Infos auf der Webseite von 2aid.org können zwar den Enthusiasmus und den guten Willen des Vereins belegen, nicht aber seine professionelle Glaubwürdigkeit.  </p>
<p>Sehr überrascht war ich Anfang des Jahres über die twtpoll-Umfrage bezüglich des Brunnenbaus. Obwohl ich für die Partizipation von Stakeholdern (und hier auch Spendern) an NPO-Entscheidungen eintrete, kann die Partizipation nicht so gestaltet werden, dass Nutzer über so essentielle Fragen wie einen Brunnenstandort entscheiden. Partizipation bedeutet nicht, dass Professionalität abgeschafft wird. Sondern durch die Kooperation NPO-Stakeholder sollen Probleme besser gelöst werden, indem die Ideen, die Kritik, die Hilfsangebote der Stakeholder Eingang in die NPO finden und deren Professionalität ergänzen (Responsivität).</p>
<p>Twtpoll-Umfragen wie die von 2aid.org  können nicht das Modell für die Zukunft der Online-Partizipation im Nonprofit-Sektor sein: sie überfordern den Nutzer, tragen ein paternalistisches Element in sich (weil die Menschen vor Ort/die Klienten selbst nicht gefragt werden) und nehmen der NPO das Profil und ihre Expertise.</p>
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	<item>
		<title>Von: Petra</title>
		<link>http://www.kampagne20.de/2010/02/22/schonheit-vor-alter-junge-entwicklungsorganisationen-im-fokus/comment-page-1/#comment-4903</link>
		<dc:creator>Petra</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 23 Feb 2010 08:31:42 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.kampagne20.de/?p=286#comment-4903</guid>
		<description>Hi Ulrich,
vielen Dank für Dein Feedback. 2-3 Punkte sehe ich anders, daher hier meine Ergänzungen: A) 2aid.org überweist NICHT anderen NGOs das Geld für die Projektarbeit-die Projektverantwortung bleibt bis zum Schluß bei 2aid.org. B)Die Projekte werden NICHT ohne fachliche Expertise ausgewählt. 2aid.org arbeitet mit anderen NGOs zusammen, auch bei der Bedarfsevaluierung-siehe Arche Nova Dresden C) die Debatte um Sinnhaftigkeit und Paternalismus in der Entwicklungshilfe ist ein grundsätzliches Problem und betrifft auch andere Entwicklungsorganisationen. Dazu gibt es übrigens einen interessanten Artikel in der E+Z &quot; Dinosaurier am Werk&quot; http://www.inwent.org/ez/articles/162850/index.de.shtml
Als interessierter Außenstehender würde mich übrigens auch mal interessieren, wie andere NGOs  den Bedarf von einem Experten evaluieren lassen (Man kann ja immer dazulernen).Da würde ich gern mal einen Blick in die Entscheidungsgrundlage werfen, vielleicht kann man das ja mal öffentlich machen-wäre sicherlich auch für Andere, z.Bsp Spender, ganz interessant. 


Allerdings gebe ich dir Recht, dass die 100% Regelung auf Dauer so nicht durchhaltbar ist. Die Darstellung war ein wenig ungeschickt, war so nicht beabsichtigt und wird auch geändert. Nichtsdestotrotz möchte ich darauf hinweisen, dass 2aid.org ausschließlich persönliche Resourcen verwendet- d.h. Zeit und Geld- wir müssen schauen, wann wir damit an unsere Grenzen kommen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hi Ulrich,<br />
vielen Dank für Dein Feedback. 2-3 Punkte sehe ich anders, daher hier meine Ergänzungen: A) 2aid.org überweist NICHT anderen NGOs das Geld für die Projektarbeit-die Projektverantwortung bleibt bis zum Schluß bei 2aid.org. B)Die Projekte werden NICHT ohne fachliche Expertise ausgewählt. 2aid.org arbeitet mit anderen NGOs zusammen, auch bei der Bedarfsevaluierung-siehe Arche Nova Dresden C) die Debatte um Sinnhaftigkeit und Paternalismus in der Entwicklungshilfe ist ein grundsätzliches Problem und betrifft auch andere Entwicklungsorganisationen. Dazu gibt es übrigens einen interessanten Artikel in der E+Z &#8221; Dinosaurier am Werk&#8221; <a href="http://www.inwent.org/ez/articles/162850/index.de.shtml" rel="nofollow">http://www.inwent.org/ez/articles/162850/index.de.shtml</a><br />
Als interessierter Außenstehender würde mich übrigens auch mal interessieren, wie andere NGOs  den Bedarf von einem Experten evaluieren lassen (Man kann ja immer dazulernen).Da würde ich gern mal einen Blick in die Entscheidungsgrundlage werfen, vielleicht kann man das ja mal öffentlich machen-wäre sicherlich auch für Andere, z.Bsp Spender, ganz interessant. </p>
<p>Allerdings gebe ich dir Recht, dass die 100% Regelung auf Dauer so nicht durchhaltbar ist. Die Darstellung war ein wenig ungeschickt, war so nicht beabsichtigt und wird auch geändert. Nichtsdestotrotz möchte ich darauf hinweisen, dass 2aid.org ausschließlich persönliche Resourcen verwendet- d.h. Zeit und Geld- wir müssen schauen, wann wir damit an unsere Grenzen kommen.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Michael Hartl</title>
		<link>http://www.kampagne20.de/2010/02/22/schonheit-vor-alter-junge-entwicklungsorganisationen-im-fokus/comment-page-1/#comment-4898</link>
		<dc:creator>Michael Hartl</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 22 Feb 2010 23:37:02 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.kampagne20.de/?p=286#comment-4898</guid>
		<description>Sehr guter Artikel - ich stimme Dir vor allem zu, was Deine Anmerkungen zu Fachexpertise und Enticklungs*zusammenarbeit* angeht.

Hoffen wir, dass die großen, etablierten NGOs den richtigen Schritt setzen und die jungen, SocialMedia-affinen Menschen anwerben.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Sehr guter Artikel &#8211; ich stimme Dir vor allem zu, was Deine Anmerkungen zu Fachexpertise und Enticklungs*zusammenarbeit* angeht.</p>
<p>Hoffen wir, dass die großen, etablierten NGOs den richtigen Schritt setzen und die jungen, SocialMedia-affinen Menschen anwerben.</p>
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