<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Kampagne 2.0 - Campaigning von NGO- und Nonprofit-Organisationen &#187; Offline-Aktionen: Auf der Straße</title>
	<atom:link href="http://www.kampagne20.de/category/auf-der-strase/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://www.kampagne20.de</link>
	<description>Modernes NGO-Campaigning</description>
	<lastBuildDate>Mon, 02 Jan 2012 13:57:52 +0000</lastBuildDate>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.1</generator>
		<item>
		<title>Karten für Kampagnen</title>
		<link>http://www.kampagne20.de/2011/08/09/karten-fur-kampagnen/</link>
		<comments>http://www.kampagne20.de/2011/08/09/karten-fur-kampagnen/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 09 Aug 2011 13:50:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Björn Lampe</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Beispiele aus der Praxis]]></category>
		<category><![CDATA[Kampagnen & Projekte]]></category>
		<category><![CDATA[Offline-Aktionen: Auf der Straße]]></category>
		<category><![CDATA[App]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Crisis-Mapping]]></category>
		<category><![CDATA[Die Grünen]]></category>
		<category><![CDATA[Frankfurt gestalten]]></category>
		<category><![CDATA[Fukushima]]></category>
		<category><![CDATA[Haiti]]></category>
		<category><![CDATA[Karte]]></category>
		<category><![CDATA[Londonriots]]></category>
		<category><![CDATA[Maps]]></category>
		<category><![CDATA[Unruhen London]]></category>
		<category><![CDATA[Ushahidi]]></category>
		<category><![CDATA[Wahlkampf]]></category>
		<category><![CDATA[wheelmap]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.kampagne20.de/?p=646</guid>
		<description><![CDATA[<p>Landkarten geben den Menschen seit jeher Orientierung. Thematische Karten erweitern das Wisseun um einen Ort oder eine Region. So ist es kaum verwunderlich, dass auch das Internet diesen Ansatz aufgenommen und inzwischen massiv erweitert. Seit dem Start von GoogleMaps im Jahre 2005 ist nahezu jeder Ort auf dieser Welt über das Internet zu erforschen <p><a href="http://www.kampagne20.de/2011/08/09/karten-fur-kampagnen/">Weiterlesen</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Landkarten geben den Menschen seit jeher Orientierung. Thematische Karten erweitern das Wisseun um einen Ort oder eine Region. So ist es kaum verwunderlich, dass auch das Internet diesen Ansatz aufgenommen und inzwischen massiv erweitert. Seit dem Start von <a href="http://maps.google.com/" target="_blank">GoogleMaps</a> im Jahre 2005 ist nahezu jeder Ort auf dieser Welt über das Internet zu erforschen &#8211; inzwischen auch mit Hilfe von Satellitenfotos oder gar 3D-Straßenansichten. Und sowohl GoogleMaps als auch OpenSource-Anbieter wie <a href="http://www.openstreetmap.org/" target="_blank">OpenStreetMap</a> bieten inzwischen jedem Internetnutzer die Möglichkeit eigene, individuell angepasste, Karten zu erstellen.</p>
<p><a href="http://www.kampagne20.de/wp-content/uploads/Bildschirmfoto-2011-08-09-um-12.30.281.png"><img class="size-medium wp-image-651 alignleft" title="Bildschirmfoto 2011-08-09 um 12.30.28" src="http://www.kampagne20.de/wp-content/uploads/Bildschirmfoto-2011-08-09-um-12.30.281-300x194.png" alt="" width="300" height="194" /></a>Somit ist es auch kaum verwunderlich, dass sich inzwischen immer mehr NGOs dem Thema angenommen haben und individuelle Karten erstellen und nutzen. Im einfachsten Sinne können Karten dabei genutzt werden, um bestehende Informationen zu visualisieren. So nutzt zB die Deutsche Aidshilfe eine <a href="http://www.welt-aids-tag.de/aktionen/index.php?sType=landkarte" target="_blank">Karte, um ihre Aktivitäten abzubilden</a>. Spannend wird es, wenn die Nutzer der Internetseite eigene Inhalte oder Aktivitäten auf der Webseite abbilden können. So visualisiert zB die Aktion Deine Stimme gegen Armut ihre <a href="http://www.deine-stimme-gegen-armut.de/" target="_blank">Unterstützer auf einer Deutschlandkarte</a>. Gerade für dezentral agierende Organisationen ergeben sich daraus zahlreiche Anwendungsmöglichkeiten.</p>
<p>Richtig spannend werden Karten aber dann, wenn sie sich mit ortsbezogenen Echtdaten verknüpfen lassen: sprich Nutzer vor Ort aktuelle Informationen in die Karten einfliessen lassen. Als Paradebeispiel hierfür gilt das sogenannte <em>Crisis-Mapping</em> von <a href="http://www.ushahidi.com/" target="_blank">Ushahidi</a>. Deren Open Source Plattform ermöglicht die Darstellung von Echtzeit-Informationen auf Karten. Dies kam z.B. beim Erdbeben in Haiti zum Einsatz, wo Betroffene per SMS Hilferufe bzw Hilfsangebote in die Karten einfliessen lassen konnten. Ein Heer von Freiwilligen half dabei die eingehenden Informationen zu sortieren und zu validieren. Dies funktionierte so gut, dass sowohl Hilfsorganisationen als auch staatliche Einrichtungen so wie die US Armee diese Karten nutzen. Die Karte ist noch heute in Gebrauch und kann <a href="http://www.noula.ht/" target="_blank">hier angesehen</a> werden. Seit kurzem bietet Ushaidi auch eine eigene <a href="http://download.ushahidi.com/" target="_blank">mobile App</a> an, so dass auch über ein Smartphone Informationen ohne Zeitverlust weitergeleitet bzw. direkt auf der Karte eingetragen werden können.</p>
<p><a href="http://www.kampagne20.de/wp-content/uploads/Bildschirmfoto-2011-08-09-um-15.11.06.png"><img class="alignright size-medium wp-image-657" title="Bildschirmfoto 2011-08-09 um 15.11.06" src="http://www.kampagne20.de/wp-content/uploads/Bildschirmfoto-2011-08-09-um-15.11.06-300x249.png" alt="" width="300" height="249" /></a>Dass das Crisis-Mapping auch in Industrieländern bestens funktioniert, zeigten jüngste Einsatzgebiete wie <a href="http://www.sinsai.info/ushahidi/" target="_blank">Japan</a> oder <a href="http://brixton811.crowdmap.com/" target="_blank">London</a>. Bei den Ausschreitungen in London zeigte sich, dass auch GoogleMaps inzwischen sehr gut für das Crisis-Mapping nutzbar ist. So wurde <a href="http://maps.google.co.uk/maps/ms?msid=207192798388318292131.0004aa01af6748773e8f7&amp;msa=0&amp;ll=51.558503,-0.055275&amp;spn=0.114195,0.298691" target="_blank">diese Karte</a> mit den kostenlosen <a href="http://www.google.com/nonprofits/checklist.html" target="_blank">Google Non-Profit-Tools</a> erstellt. Die Hauptaufgabe für jede NGO bei der Verarbeitung solcher Echtzeit-Informationen bleibt aber die Überprüfung der eingehenden Hinweise. Gerade bei Katastrophen kann dies schnell zu einer Mammut-Aufgabe werden.</p>
<p>Die immer weiter verbreitete Nutzung von internetfähigen Smartphones (in Deutschland haben derzeit ca. 23% der Konsumenten ein solches Telefon), ermöglicht NGOs aber auch neue Kampagnenmöglichkeiten in Verbindung mit Karten. So ist zB <a href="http://www.frankfurt-gestalten.de/" target="_blank">Frankfurt Gestalten</a> entstanden, die Bürgern die Möglichkeit der Kartierung von Problemen in der Mainmetropole gibt. Bürger können auf Probleme aufmerksam machen, Verbesserungen vorschlagen oder sich zu Initiativen zusammentun, um die jeweiligen Themen auch mit ihren Lokalpolitikern zu besprechen. Die Partei Die Grünen/Bündnis90 hat diese Idee in ihrem <a href="http://gruene-berlin.de/da-m%C3%BCssen-wir-ran" target="_blank">Berliner Wahlkampf</a> aufgegriffen. Sie fordert die Wähler auf ihnen Aufgaben zu stellen, denen sich die Partei dann widmen soll. Konkret bedeutet dies, dass der Nutzer aufgefordert wird Probleme auf einer Karte zu markieren und eine Frage zu stellen, welche dann von Mitgliedern der Partei beantwortet werden. Dies funktioniert auch mit einer <a href="http://itunes.apple.com/de/app/die-grunen-da-mussen-wir-ran!/id451760890?ls=1&amp;mt=8" target="_blank">mobilen App</a>. Ähnlich funktioniert auch <a href="http://www.wheelmap.org" target="_blank">wheelmap.org</a>: dort können Nutzer auf einer Karte ablesen, ob ein Ort (z.B. Restaurant, Behörde oder Laden) rollstuhlgerecht ist. Mit einer mobilen App können zudem beständig neue Orte und ihre Zugänglichkeit für Rollstullfahrer in die Karte eingetragen werden.</p>
<p>Auf der Basis dieser Beispiele lassen sich viele Nutzungsmöglichkeiten für NGOs konstruieren. Gerade durch die zunehmende Mobilität und die immer weiter verbreitete mobile Internetnutzung, lassen sich Karten dabei auch immer besser für Kampagnen nutzen. Sei es durch das einfache Sammeln von Informationen und deren Kartierung (s.o.), sei es durch die Nutzung von sogenannten Check-Ins an relevanten Orten (vgl. die Kampagne von <a href="http://foursquare.shelter.org.uk/" target="_blank">Shelter Scotland</a>) oder sei es durch die einfache Aufbereitung von Informationen in Karten (wie es zB mit Stepmap einfach machbar ist: <a href="http://www.stepmap.de/karte/hungersnot-horn-von-afrika-158798" target="_blank">Beispiel Hungersnot in Ostafrika</a>). Welche Beispiele von Kartennutzungen durch NGOs kennt Ihr?</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.kampagne20.de/2011/08/09/karten-fur-kampagnen/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Public Viewing im Netz: Livestream von einem NGO-Großevent</title>
		<link>http://www.kampagne20.de/2011/03/10/public-viewing-im-netz-livestream-von-einem-ngo-grossevent/</link>
		<comments>http://www.kampagne20.de/2011/03/10/public-viewing-im-netz-livestream-von-einem-ngo-grossevent/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 10 Mar 2011 20:38:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Judith Orland</dc:creator>
				<category><![CDATA[Beispiele aus der Praxis]]></category>
		<category><![CDATA[Fundraising & Spenden]]></category>
		<category><![CDATA[Offline-Aktionen: Auf der Straße]]></category>
		<category><![CDATA[Fundraising]]></category>
		<category><![CDATA[Gastbeitrag]]></category>
		<category><![CDATA[Livestream]]></category>
		<category><![CDATA[Oxfam]]></category>
		<category><![CDATA[Spendenlauf]]></category>
		<category><![CDATA[Trailwalker]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.kampagne20.de/?p=539</guid>
		<description><![CDATA[<p>Oxfam hat 30 Stunden lang per Videoübertragung live vom 100-km-Spendenlauf &#8220;Trailwalker&#8221; berichtet. Wie der Livestream umgesetzt wurde, und was die Kampagnenmacher dabei gelernt haben, verraten Euch die Oxfam-Mitarbeiter Robert Dürhager und Judith Orland in diesem Gastbeitrag.</p> <p class="wp-caption-text">Oxfam Trailwalker: Wandern für einen Guten Zweck (Foto: Oxfam Deutschland)</p> <p>Der Oxfam Trailwalker ist der &#8220;härteste und <p><a href="http://www.kampagne20.de/2011/03/10/public-viewing-im-netz-livestream-von-einem-ngo-grossevent/">Weiterlesen</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em><a href="http://www.oxfam.de">Oxfam</a> hat 30 Stunden lang per Videoübertragung live vom <a href="http://oxfamtrailwalker.de">100-km-Spendenlauf &#8220;Trailwalker&#8221;</a> berichtet. Wie der Livestream umgesetzt wurde, und was die Kampagnenmacher dabei gelernt haben, verraten Euch die Oxfam-Mitarbeiter <a href="http://twitter.com/isophus" target="_blank">Robert Dürhager</a> und <a href="http://twitter.com/charitychick" target="_blank">Judith Orland</a> in diesem Gastbeitrag.</em></p>
<div id="attachment_556" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://www.kampagne20.de/wp-content/uploads/Trailwalker.jpg"><img class="size-medium wp-image-556" title="Oxfam Trailwalker: Wandern für einen Guten Zweck (Foto: Oxfam Deutschland)" src="http://www.kampagne20.de/wp-content/uploads/Trailwalker-300x199.jpg" alt="" width="300" height="199" /></a><p class="wp-caption-text">Oxfam Trailwalker: Wandern für einen Guten Zweck (Foto: Oxfam Deutschland)</p></div>
<p>Der <strong>Oxfam Trailwalker</strong> ist der &#8220;härteste und aufregendste Spendenlauf der Welt&#8221;. Teams von je vier Personen laufen oder wandern die 100 km nonstop und haben dazu maximal 30 Stunden Zeit. Um überhaupt starten zu können, muss jedes Team mindestens 2.000 Euro Spenden für Oxfams Bildungsprojekte sammeln. Jedes Vierer-Team hat zwei Unterstützer/innen, die &#8216;ihrem Team&#8217; an den Checkpoints u.a. frische Wäsche reichen, müde Füße massieren und es zum Durchhalten motivieren. Insgesamt waren zum ersten deutschen Trailwalker am 11. und 12. September 2010 im Harz 96 Vierer-Teams am Start und über 800 Helfer/innen vor Ort und auf der Strecke. Das Webteam von Oxfam hat dieses Großevent über die gesamten 30 Stunden live begleitet.</p>
<p>Die größte Herausforderung für uns war die <strong>schwache Internetleitung</strong> in Osterode. Mehr als eine 3Mbit-ADSL-Leitung war nicht drin. Zum Glück bot unser <a href="http://www.livestream.com/trailwalker">livestream.com-Kanal</a>, die Möglichkeit die Qualität des Streams entsprechend niedrig einzustellen. Hinzu kam die schwierige Location. Der Start- und Zielort war über einhundert Meter von unserem Studio mit Internetverbindung entfernet. Um dennoch vom Start und Zieleinlauf senden zu können, mussten wir mit mehreren Routern eine Wlan-Strecke aufbauen.</p>
<p><object width="450" height="300" id="lslibrary" classid="clsid:D27CDB6E-AE6D-11cf-96B8-444553540000"><param name="movie" value="http://cdn.livestream.com/grid/LSLibrary.swf?channel=trailwalker&amp;browseMode=true"></param><param name="allowScriptAccess" value="always"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><embed name="lslibrary" src="http://cdn.livestream.com/grid/LSLibrary.swf?channel=trailwalker&amp;browseMode=true" width="450" height="300" allowScriptAccess="always" allowFullScreen="true" type="application/x-shockwave-flash"></embed></object>
<div style="font-size: 11px;padding-top:10px;text-align:center;width:450px">Watch <a href="http://www.livestream.com/?utm_source=lsplayer&amp;utm_medium=embed&amp;utm_campaign=footerlinks" title="live streaming video">live streaming video</a> from <a href="http://www.livestream.com/trailwalker?utm_source=lsplayer&amp;utm_medium=embed&amp;utm_campaign=footerlinks" title="Watch trailwalker at livestream.com">trailwalker</a> at livestream.com</div>
<p>Die zweite große Herausforderung war an <strong>Aufnahmen von der 100-km-Strecke</strong> zu kommen. Im Harz ist an UMTS nicht zu denken, weil es teilweise selbst Schwierigkeiten mit dem normalen Handynetz gibt. Deshalb haben wir zwei Filmteams engagiert, die für uns von Checkpoint zu Checkpoint fuhren und kurze Beiträge drehten, die gleich im Auto geschnitten wurden. So erhielten wir alle paar Stunden neue Interviews mit den Helfer/innen an den Checkpoints, Zeitraffer-Impressionen von der Strecke und natürlich Eindrücke von den Teams.</p>
<p>Unser Livestream-Programm bestand aus Kampagnen-Videos, den Beiträgen der Filmteams, Fotostrecken sowie einem stündlichen Live-Update aus dem Studio. Für die stündlichen Live-Updates haben wir Gäste ins Studio eingeladen, unter anderen die Teams nach ihrem 100-km-Lauf.</p>
<p><strong>Liveberichte bringen Einschaltquote</strong></p>
<div id="attachment_558" class="wp-caption alignright" style="width: 250px"><a href="http://www.kampagne20.de/wp-content/uploads/socialmediateam-trailwalker.jpg"><img class="size-medium wp-image-558 " title="Das Social-Media-Team von Oxfam organisierte den Livestream vom Trailwalker (Foto: Oxfam Deutschland)" src="http://www.kampagne20.de/wp-content/uploads/socialmediateam-trailwalker-300x200.jpg" alt="" width="240" height="160" /></a><p class="wp-caption-text">Das Social-Media-Team von Oxfam organisierte den Livestream vom Trailwalker (Foto: Oxfam Deutschland)</p></div>
<p>Die Zuschauerzahlen belegen: <strong>Livestream ist Public Viewing im Netz</strong>. Pünktlich zum Start des Trailwalkers, am Samstag um 7.30 Uhr morgens, hatten wir bereits 50 Zuschauer. Ab 9 Uhr ist deren Zahl nicht mehr unter 100 gefallen. Zum Abendprogramm zwischen 20 und 22 Uhr, als auch das erste Team nach knapp 14 Stunden ins Ziel kam, waren es über 300 Zuschauer gleichzeitig. Auch am Sonntagmorgen, als die meisten Teams ins Ziel einliefen, hatten wir über 100 Zuschauer. Durchschnittlich sind die Zuschauer gut acht Minuten lang dabei geblieben und haben den Livestream dreimal in den 30 Stunden aufgerufen.</p>
<p>Diese Zahlen zeigen, wie wichtig es ist, die Leute immer wieder abzuholen und <strong>in das Event einzuführen</strong>. Via <strong>Ticker</strong> haben wir die wichtigsten Infos sowie das nächste Update angekündigt. Aber der Ticker allein reicht nicht. Eine <strong>gute Moderation</strong> ist unerlässlich. Aufschlussreich war, dass die meisten Zuschauer bei den Live-Updates dabei waren. Wenn wir Kampagnen-Videos gesendet haben, ging die Zuschauerzahl leicht zurück, um dann bei den Updates wieder zu steigen. Das macht die Moderation umso wichtiger.</p>
<p><span id="more-539"></span></p>
<p>Das Studio übernahm auch die Funktion eines Social-Media-Hubs. Wir haben Fotos auf <a href="http://www.flickr.com/photos/oxfamdeutschland/">Flickr</a> hochgeladen oder daraus Slideshows für den Livestream gebastelt. Über die Livestream-Chatfunktion erkundigten sich Spender, Freunde und Bekannte, wie es &#8216;ihren&#8217; Teams geht oder schickten Grüße an die Läufer. Selbstverständlich haben wir auch regelmäßig via <a href="http://www.facebook.com/oxfam.de">Facebook</a> und <a href="http://twitter.com/oxfam_de">Twitter</a> den aktuellen Stand verbreitet. Das Livestream-Team vor Ort muss also multitaskingfähig sein und sich sowohl mit Bildbearbeitungs- als auch Videoschnittprogrammen auskennen.</p>
<p>Trotz Spenden-Banner oberhalb des Livestream-Players war das Spendenaufkommen im Vergleich zu den von den Teams <strong>gesammelten Spenden gering</strong>. Wenn man mit dem Livestream Spenden generieren will, muss das deutlicher in den Inhalt des Programms eingebaut werden. Auch hier zeigt sich, wie wichtig eine gut geplante Moderation ist, die immer wieder auf die Spenden-Möglichkeit hinweist.</p>
<p>Überrascht hat uns, wie gut sich die Livestream-Übertragung <strong>als Dokumentation eignet</strong>. Die <strong>Videos vermitteln ungefiltert die Atmosphäre</strong>, sind nah am Geschehen und authentisch. Die vielen kleinen Filme, die während des Livestreams entstanden sind, eignen sich hervorragend <strong>für spätere Promozwecke</strong> oder zum Erstellen eines Imagefilms.</p>
<p><strong>Fazit: Einfach und vielfältig, authentisch und dynamisch</strong></p>
<p>Das Tool ‚Internet-Livestream’ ist einfach zu bedienen und bietet vielfältige Möglichkeiten, mit den Zuschauerinnen und Zuschauer ins Gespräch zu kommen. Livestream gehört heutzutage in den Social-Media-Werkzeugkasten von NGOs und eignet sich hervorragend für Sport- und Musik-Events. Livestream zeichnet sich dadurch aus, dass es authentisch, spontan, direkt, ungefiltert und dynamisch ist. Das zusammen vermittelt beim Zuschauer das Gefühl, an einem gemeinsamen Serendipity-Erlebnis teilzuhaben, also das Glück gehabt zu haben, in ein echtes Happening hineingestolpert zu sein.</p>
<p>Auch 2011 werden wir den Trailwalker wieder live begleiten, am 3./4. September im Harz. Wer dabei sein möchte, kann sich in den Livestream einschalten oder, wer noch dichter dran sein will, gründet ein Vierer-Team und macht einfach mit. Anmeldung unter: <a href="http://www.trailwalker.de">www.trailwalker.de</a>.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.kampagne20.de/2011/03/10/public-viewing-im-netz-livestream-von-einem-ngo-grossevent/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Kurz notiert: Aktionsformen-Ranking, Richtig schreiben, Map of Good</title>
		<link>http://www.kampagne20.de/2011/02/03/kurz-notiert-aktionsformen-ranking-richtig-schreiben-map-of-good/</link>
		<comments>http://www.kampagne20.de/2011/02/03/kurz-notiert-aktionsformen-ranking-richtig-schreiben-map-of-good/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 03 Feb 2011 09:00:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ulrich Schlenker</dc:creator>
				<category><![CDATA[Facebook]]></category>
		<category><![CDATA[Fundraising & Spenden]]></category>
		<category><![CDATA[Offline-Aktionen: Auf der Straße]]></category>
		<category><![CDATA[Online-Campaigning]]></category>
		<category><![CDATA[Aktionsform]]></category>
		<category><![CDATA[Facebook Pages]]></category>
		<category><![CDATA[Facebook Seiten]]></category>
		<category><![CDATA[Facemeter]]></category>
		<category><![CDATA[Fundraising]]></category>
		<category><![CDATA[Internetnutzung]]></category>
		<category><![CDATA[Jugendliche]]></category>
		<category><![CDATA[Kurz notiert]]></category>
		<category><![CDATA[Map of Good]]></category>
		<category><![CDATA[Online Spenden]]></category>
		<category><![CDATA[Onlinenutzung]]></category>
		<category><![CDATA[Studie]]></category>
		<category><![CDATA[Umfrage]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.kampagne20.de/?p=471</guid>
		<description><![CDATA[<p>Die Kampagne &#8220;Deine Stimme gegen Armut&#8221; hat kurz vor Weihnachten ihre Unterstützer gefragt, welche Aktionsformen sie gut finden und wie sie sich beteiligen würden. Rund 350 Unterstützer beteiligten sich an der Umfrage. Am besten schnitten niedrigschwellige Angebote ab (Unterschriftenaktion, zu Aktion gehen), weniger attraktiv ist es, mit Bundestagsabgeordneten zu reden oder selbst eine Aktion <p><a href="http://www.kampagne20.de/2011/02/03/kurz-notiert-aktionsformen-ranking-richtig-schreiben-map-of-good/">Weiterlesen</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.kampagne20.de/wp-content/uploads/dsga-umfrage-ergebnis.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-495" title="Bei welchen Aktionsformen würden sich Unterstützer beteiligen? &quot;Deine Stimme gegen Armut&quot; hat einfach mal gefragt." src="http://www.kampagne20.de/wp-content/uploads/dsga-umfrage-ergebnis-150x150.jpg" alt="" width="135" height="135" /></a>Die Kampagne &#8220;Deine Stimme gegen Armut&#8221; hat kurz vor Weihnachten ihre <a href="http://www.deine-stimme-gegen-armut.de/blog/2010/12/12/facebook-flashmob-oder-fotoplakat/" target="_blank">Unterstützer gefragt</a>, <strong>welche Aktionsformen sie gut finden</strong> und wie sie sich beteiligen würden. Rund 350 Unterstützer beteiligten sich an der Umfrage. <a href="http://www.facebook.com/photo.php?fbid=487425062166&amp;set=a.140251727166.119149.28645492166&amp;comments" target="_blank">Am besten schnitten</a> niedrigschwellige Angebote ab (Unterschriftenaktion, zu Aktion gehen), weniger attraktiv ist es, mit Bundestagsabgeordneten zu reden oder selbst eine Aktion zu starten.</p>
<p>Tipps zum richtigen <strong>Schreiben und Gestalten von Texten</strong> auf Webseiten gibt <a href="http://www.imediaconnection.com/content/28354.asp" target="_blank">dieser Artikel </a>von Madhuri Shekar. Weil die meisten User Texte in der Form eines &#8220;F&#8221; überfliegen, kommt es auf Absätze und (Zwischen-)Überschriften an. Auch dass die wichtigste Botschaft an den Anfang gehört, ist zwar die erste journalistische Regel, wird aber häufig vergessen.</p>
<p><a href="http://www.kampagne20.de/wp-content/uploads/map-for-good.jpg"><img class="size-medium wp-image-496 alignright" title="53 Fundraising-Instrumente in der Übersicht: die &quot;Map of Good&quot;" src="http://www.kampagne20.de/wp-content/uploads/map-for-good-212x300.jpg" alt="" width="170" height="240" /></a>Die &#8220;Map of Good&#8221; <a href="http://bit.ly/i1LlwD" target="_blank">(PDF)</a>, die die Macher von <a href="http://www.fundraising20.de/map-for-good/" target="_blank">Fundraising 2.0</a> vor einigen Tagen veröffentlicht haben, listet <strong>53 in Deutschland verfügbare Fundraising-Instrumente</strong> auf, sortiert in zehn Kategorien. Das Plakat bietet einen  hervorragenden Überblick über die Vielzahl von Plattformen und  Möglichkeiten.</p>
<p>Mit dem <a href="http://www.facemeter.de/" target="_blank">Facemeter</a> will <a href="http://www.facebookbiz.de/artikel/fanseiten-tracken-facemeter" target="_blank">Facebookbiz</a> ein kategorisiertes <strong>Verzeichnis von Facebook-Seiten</strong> aufbauen. Aus dem Ranking kann dann jeder ablesen wie gut die eigene Seite im Vergleich zu den anderen läuft &#8211; und von erfolgreichen Seiten abschauen. In der <a href="http://www.facemeter.de/index.php?pSCat=268" target="_blank">Kategorie &#8220;NGO&#8221;</a> steht derzeit der WWF vor PETA und Greenpeace.</p>
<p>Jugendliche sind eine beliebte Zielgruppe von NGO-Aktivitäten. Um sie zu erreichen, führt kein Weg am Internet vorbei. Das hat einmal mehr die <a href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/Deutschlands-Jugend-ist-online-1177203.html" target="_blank">Studie &#8220;Jugend 2.0&#8243; von BITKOM</a> belegt, die das <strong>Internetverhalten Jugendlicher </strong>untersucht. Allerdings sagt sie auch, dass den Jugendlichen ihre Freunde noch wichtiger sind als Internet.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.kampagne20.de/2011/02/03/kurz-notiert-aktionsformen-ranking-richtig-schreiben-map-of-good/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Der Castor-Protest: wo Social Media und Bürgerjournalismus (noch) an ihre Grenzen stossen</title>
		<link>http://www.kampagne20.de/2010/11/08/der-castor-protest-wo-social-media-und-burgerjournalismus-noch-an-ihre-grenzen-stossen/</link>
		<comments>http://www.kampagne20.de/2010/11/08/der-castor-protest-wo-social-media-und-burgerjournalismus-noch-an-ihre-grenzen-stossen/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 08 Nov 2010 20:26:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Björn Lampe</dc:creator>
				<category><![CDATA[Beispiele aus der Praxis]]></category>
		<category><![CDATA[Offline-Aktionen: Auf der Straße]]></category>
		<category><![CDATA[Online-Campaigning]]></category>
		<category><![CDATA[Twitter]]></category>
		<category><![CDATA[Umwelt]]></category>
		<category><![CDATA[Atomkraft]]></category>
		<category><![CDATA[Berichterstattung]]></category>
		<category><![CDATA[Bürgerjournalismus]]></category>
		<category><![CDATA[Castor]]></category>
		<category><![CDATA[Live]]></category>
		<category><![CDATA[Protest]]></category>
		<category><![CDATA[Social Media]]></category>
		<category><![CDATA[Web2.0]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.kampagne20.de/?p=450</guid>
		<description><![CDATA[<p>Die Proteste gegen den Castor-Transport sind spätestens seit Samstag (06.11.2010) das bestimmende Thema in den Medien. Dafür hat auch die große Mobilisierung gesorgt, die seit einigen Wochen on- und offline ablief. Dies wurde unter anderem von Campact (über 70.000 Unterschriften) und avaaz (über 180.000 Unterschriften) mit einem Aufruf gegen die Laufzeitverlängerung der Atomkraftwerke flankiert.</p> <p><a href="http://www.kampagne20.de/2010/11/08/der-castor-protest-wo-social-media-und-burgerjournalismus-noch-an-ihre-grenzen-stossen/">Weiterlesen</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.kampagne20.de/wp-content/uploads/castor.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-452" style="margin: 1px;" title="Greenpeace Online Magazin zum Castor-Protest" src="http://www.kampagne20.de/wp-content/uploads/castor-300x191.jpg" alt="(c) Greenpeace" width="300" height="191" /></a>Die Proteste gegen den Castor-Transport sind spätestens seit Samstag (06.11.2010) das bestimmende Thema in den Medien. Dafür hat auch die große Mobilisierung gesorgt, die seit einigen Wochen on- und offline ablief. Dies wurde unter anderem von <a href="http://www.campact.de/atom2/sn9/signer" target="_blank">Campact (über 70.000 Unterschriften)</a> und <a href="http://avaaz.org/de/ausstieg_jetzt/?fpla" target="_blank">avaaz (über 180.000 Unterschriften)</a> mit einem Aufruf gegen die Laufzeitverlängerung der Atomkraftwerke flankiert.<a href="http://www.campact.de/atom2/sn9/signer" target="_blank"></a></p>
<p>Richtig spannend wurde es dann aber zum Protest-Wochenende: würde es den Demonstranten und Campaignern gelingen ihren Protest auch flankierend zu dokumentieren? Wir hatten vor rund eineinhalb Jahren mal eine derartige Liveberichterstattung von einer Demo getestet (<a href="http://www.kampagne20.de/2009/03/31/demo-berichterstattung-der-praxis-test/" target="_self">siehe den Blogeintrag hier</a>) und dabei festgestellt, dass dies möglich, aber auch aufwändig ist. Doch in eineinhalb Jahren entwickelt sich auch die Technik weiter und gerade internetfähige Handys sind seitdem viel mehr verbreitet als damals.<span id="more-450"></span></p>
<p>Zudem boten sich die Proteste gegen den Castor-Transport auch deshalb als Chance für den Bürgerjournalismus (also die Dokumentation durch die Demo-Teilnehmer selbst) an, da im Vorfeld ein überzogener Einsatz der Polizei befürchtet wurde. Und auch, weil die klassischen Medien nur in Ansätzen ihrer Aufgabe nachgekommen sind: Liveübertragungen gab es von dieser Großdemonstration fast gar keine, Sondersendungen wurden ebenfalls nicht gezeigt. Und das bei einem offenbar riesigen Interesse, wie der fortwährende Zusammenbruch des <a href="http://www.taz.de/1/zukunft/castor-ticker/artikel/1/live-ticker-castor/" target="_blank">Castor-Live-Tickers auf taz.de</a> oder der privaten (und sehr aktuellen) Webseite <a href="http://castorticker.de/" target="_blank">castorticker</a> zeigten. Lobend erwähnt werden müssen in diesem Zusammenhang die twitter-Streams von <a href="http://twitter.com/ReporterZDF" target="_blank">ZDFreporter</a> und (bis Sonntag Abend) <a href="http://twitter.com/zeitonline_pol" target="_blank">ZEITpolitik</a>, die ebenso wie der schon erwähnte taz Ticker zumindest ansatzweise die Lücke der Berichterstattung schlossen.</p>
<p>Doch konnten die Aktivisten und Campaigner eben diese Lücke schliessen? Leider nur teilweise. Es gab einige gute Twitter-Streams (z.B. <a href="http://twitter.com/greenpeace_de" target="_blank">greenpeace_de</a> oder <a href="http://twitter.com/xquer" target="_blank">xquer</a>), aber sehr wenig Original-Stimmen von vor Ort. Stattdessen erfolgten Tausende Re-Tweets aus nicht undeutlichen Quellen, wie auch <a href="http://richin.de/castor-twitter" target="_blank">diese Grafik</a> aufzeigt. Einen Anhaltspunkt wer denn wirklich vor Ort war, gab die <a href="http://www.live-map.de/" target="_blank">Live-Map</a>, die tweets in der Umgebung der Proteste visualisierte &#8211; aber ebenfalls häufig überlastet war. Mithin war man angewiesen auf tweets, die auch gleich Bilder, oder besser noch Videos mitlieferten. Doch die groß geplanten Projekte <a href="http://abschaltentv.tumblr.com/" target="_blank">abschaltenTV</a> oder <a href="http://www.livestream.com/undergroundreports" target="_blank">CastorTV</a> lieferten leider kaum brauchbares Material. <a href="http://www.graswurzel.tv/" target="_blank">GraswurzelTV</a> lieferte immerhin gute Dokumentation nach, streamte aber nicht live. Gerade die fehlenden Video-Livestreams sind in diesem Zusammenhang verwunderlich, funktionierten diese bei den Protesten gegen Stuttgart21 hervorragend. Lag es an den teilweise schwachen (und überlasteten) Mobilfunk-Netzen? An der unübersichtlichen Lage vor Ort, die einherging mit vielen Ortswechseln? Oder ist der Castor-Protest an dieser Stelle noch nicht wirklich im Web2.0 angekommen?</p>
<p>Das <a href="http://de.indymedia.org/stream/rfw.shtml" target="_blank">Radio Freies Wendland streamte immerhin auch ins Internet</a>, aber auch dort gab es oftmals nur verlesene Pressemitteilungen und wenig Live-Reportagen von vor Ort. Dabei hätte sich doch gerade letzteres durch den Einsatz von Tools wie <a href="http://de.1000mikes.com/" target="_blank">1000Mikes</a> angeboten. Also alle Chancen für eine gute und zeitgemässe Demo-Berichterstattung vertan? Nein, sicherlich nicht. Zum Einen kann dieser Artikel nur einen Ausschnitt der Web2.0-Aktivitäten rund um den Castor-Transport widergeben und ich habe bestimmt manches übersehen (gerne in den Kommentaren die entsprechenden Links hinterlassen!), zum anderen gibt es einige sehr gute nachträgliche Dokumentationen im Netz, die tagesaktuell gepflegt wurden. Hier ist insbesondere das <a href="http://castor.greenpeace.de/magazin/#page-0" target="_blank">Greenpeace Online Magazin</a> zu nennen, aber auch das <a href="http://www.inamillionyears.com/" target="_blank">Multimedia-Projekt In A Million Years</a>. Beide zeigen auf was online möglich ist, beide verfügen (offenbar) aber auch über große Budgets. Wie es auch einfach und trotzdem eindrucksvoll geht, zeigen die Nachbarn der österreichischen Zeitung Standard, die mit ihrer <a href="http://derstandard.at/1288659707510/Castor--Atommuell-am-Weg" target="_blank">Castor-Fotostrecke</a> die <a href="http://www.boston.com/bigpicture/" target="_blank">&#8220;Big Picture&#8221;-Idee des Boston Globes</a> kopiert haben.</p>
<p><strong>Fazit: </strong>den beteiligten Initiativen und NGOs ist es nur vereinzelt gelungen eine Live-Dokumentation ihrer Proteste zu realisieren. Hier scheinen die klassischen Medien definitiv noch nicht überflüssig zu sein &#8211; gerade was das Thema O-Töne und Bewegt-Bild angeht. Im Bereich der Dokumentation werden hingegen die Möglichkeiten des Web2.0 immer besser ausgenutzt. Interessant ist, dass twitter in der Nachrichtenverbreitung (auch unter den Journalisten) bei derartigen Veranstaltungen eine immer größere Bedeutung gewinnt und als Echtzeit-Medium nahezu unschlagbar ist. Welche Tendenzen seht Ihr?</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.kampagne20.de/2010/11/08/der-castor-protest-wo-social-media-und-burgerjournalismus-noch-an-ihre-grenzen-stossen/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>4</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Voll auf Facebook: die Tiger-Kampagne des WWF</title>
		<link>http://www.kampagne20.de/2010/10/29/voll-auf-facebook-die-tiger-kampagne-des-wwf/</link>
		<comments>http://www.kampagne20.de/2010/10/29/voll-auf-facebook-die-tiger-kampagne-des-wwf/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 29 Oct 2010 19:47:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Björn Lampe</dc:creator>
				<category><![CDATA[Beispiele aus der Praxis]]></category>
		<category><![CDATA[Facebook]]></category>
		<category><![CDATA[Kampagnen & Projekte]]></category>
		<category><![CDATA[Offline-Aktionen: Auf der Straße]]></category>
		<category><![CDATA[Online-Campaigning]]></category>
		<category><![CDATA[Umwelt]]></category>
		<category><![CDATA[Kampagne]]></category>
		<category><![CDATA[Onlinekampagne]]></category>
		<category><![CDATA[Tiger]]></category>
		<category><![CDATA[WWF]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.kampagne20.de/?p=437</guid>
		<description><![CDATA[<p style="text-align: left;">Der World Wildlife Fund (WWF) konzentriert sich mit seiner Kampagnenarbeit derzeit auf die vom aussterben bedrohten Tiger. Nach Angaben der Umweltschutzorganisation gibt es weltweit nur noch 3200 freilebende Tiger, diese Zahl soll sich baldmöglichst wieder erhöhen. Der WWF Deutschland hat diese internationale Kampagne voll aufgegriffen und sie auch online über sämtliche Möglichkeiten <p><a href="http://www.kampagne20.de/2010/10/29/voll-auf-facebook-die-tiger-kampagne-des-wwf/">Weiterlesen</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;"><a href="http://www.kampagne20.de/wp-content/uploads/wwf.jpg"><img class="size-full wp-image-438 aligncenter" style="margin-top: 1px; margin-bottom: 1px;" title="wwf" src="http://www.kampagne20.de/wp-content/uploads/wwf.jpg" alt="" width="450" height="280" /></a>Der World Wildlife Fund (WWF) konzentriert sich mit seiner Kampagnenarbeit derzeit auf die vom aussterben bedrohten Tiger. Nach Angaben der Umweltschutzorganisation gibt es weltweit nur noch 3200 freilebende Tiger, diese Zahl soll sich baldmöglichst wieder erhöhen. Der WWF Deutschland hat diese internationale Kampagne voll aufgegriffen und sie auch online über sämtliche Möglichkeiten auf ihrer eigenen Homepage <a href="http://www.wwf.de" target="_blank">wwf.de</a> abgebildet. Dabei wird zum Beispiel auf einen Splash-Banner zurückgegriffen, der die eigentliche WWF-Startseite überdeckt und den Besucher sofort auf das aktuelle Hauptthema hinweist. Ein kurzer Videospot erklärt den Sachverhalt, der nächste Call-To-Action ist bereits der Spendenbutton.</p>
<p>Spannend ist das WWF Deutschland extra für die internet-affinere (und vermutlich jüngere) Zielgruppe einen eigenen Kampagnen-Tab auf Facebook aufgebaut hat. Über die URL <a href="http://www.3200-tiger.de" target="_blank">3200-tiger.de</a> gelangt man auf die WWF-Facebook-Fanseite, die als Startelement eine Unterschriftenaktion beinhaltet. Diese kann man auch unterschreiben ohne bei Facebook Mitglied zu werden, aber die gewünschten Interaktionsmechanismen funtkionieren natürlich erst dann gut, wenn sie von Facebook-Mitgliedern genutzt werden. Dann nämlich wird die Unterstützung für das Tiger-Anliegen auch den eigenen Freunden bei Facebook mitgeteilt.</p>
<p>Besonders interessant an dieser Lösung ist aber die Tatsache, dass der WWF an dieser Stelle einen mutigen &#8211; und wie ich finde &#8211; richtig Schritt getan hat. Sie haben sich von ihrer eigenen Homepage gelöst und sind dahin gegangen, wo sie die internetaffine und junge Zielgruppe vermutet haben: direkt auf ihre Facebook-Fanpage, ohne Umweg über die eigene Homepage. Mit inzwischen über 12 Millionen Nutzer, hauptsächlich aus der Altersgruppe 14 bis 35 (aktuelle Nutzerdaten via <a href="http://facebookmarketing.de/userdata/" target="_blank">Facebookmarketing</a>), bietet Facebook die derzeit beste Grundlage für Social Media basiertes Campaigning.</p>
<p><span id="more-437"></span><a href="http://www.kampagne20.de/wp-content/uploads/wwf2.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-441" style="margin: 1px;" title="wwf2" src="http://www.kampagne20.de/wp-content/uploads/wwf2.jpg" alt="" width="400" height="322" /></a>Über 31.000 Fans hat die WWF-Facebook-Fanseite inzwischen gefunden &#8211; es wäre interessant zu wissen wie viele von diesen Fans über die Extra-Domain bzw das Tiger-Thema gekommen sind. Damit ist der WFF gleichzeitig eine der erfolgreichsten deutschsprachigen Fanseiten bei Facebook, bei den NGOs belegen sie sogar den Spitzenplatz. Viele dieser Fans dürften über die Tiger-Kampagne auf die Fanpage gelangt sein, denn die Unterschriftenkampagne haben bereits über 22.000 Menschen mitgezeichnet. Clever daran ist vor allem, dass diese Facebook-Mitglieder eben nicht &#8216;nur&#8217; Fans der Tiger-Kampagne geworden sind, sondern eben von WWF Deutschland an sich. So bleiben sie für die Organisation auch nach Ende der Tiger-Kampagne ansprech- und möglicherweise aktivierbar. Das hier durchaus noch weit größeres Potential besteht, zeigen die Vergleichszahlen aus dem Ausland: so hat beispielsweise der WWF Griechenland über 70.00 Fans und der WFF Indonesien 66.000 Fans.</p>
<p>Hier wird häufig eingewandt, dass der Klick auf den &#8216;gefällt mir&#8217;-Button ein extreme niederschwellige Form der Beteiligung sei, die Fans seien daher keine wirklichen Unterstützer, sondern bequeme Internetnutzer, die glauben ein solcher Klick würde die Welt verändern. Das ist sicherlich nicht ganz verkehrt, doch genau mit diesem Klick beginnt der &#8216;Fan&#8217; seine Beziehung zur Organisation und es liegt an selbiger diese Beziehung auszuweiten und den Fan zu einem wirklichen Unterstützer zu machen. Dies kann alleine schon über regelmässige (und interessante) Status-Meldungen via Facebook passieren. Denn kaum ein Fan klickt später auf den &#8216;gefällt mir nicht mehr&#8217;-Knopf, außer er ist von der Menge der Meldungen genervt oder empfindet sie plötzlich als total irrelevant. Die Absprungrate ist aber eher gering, denn auch hier ist der Facebook-Nutzer eher faul und das Abmelden wurde eine Aktion verlangen. Einer der Top-Manager von Facebook-Kanada, Elmer Sotto, hat diese Chance der Beziehungsbindung erst kürzlich auf dem International Fundraising Congress wieder betont: &#8220;Facebook ist nicht in erster Linie ein Fundraising-Tool, vielmehr dient es dem Aufbau von Beziehungen zu Interessenten und potentiellen Spendern&#8221; (<a href="http://www.civilsociety.co.uk/fundraising/news/content/7571/facebook_is_not_for_fundraising_says_facebook_exec" target="_blank">vgl. diesen Artikel</a>).</p>
<p>Und auch dies hat sich der WWF zu eigen gemacht. Über den Tiger-Bereich auf der Facebook-Seite konnte man nämlich auch die Guerilla-Aktionen von Aktivisten und Freiwilligen verfolgen, die im Oktober in vielen Städten Deutschlands abliefen. Gut ergänzt durch Fotos und Video-Berichte.</p>
<p>Dieses Fallbeispiel zeigt, dass es sich lohnen kann auch unübliche Schritte im Campaigning zu gehen. Man mag als Organisation an dieser Stelle zwar &#8216;Ownership&#8217; abgeben, gleichzeitig trifft ma die potentiellen Unterstützer aber genau dort, wo sie sich vermutlich eh mehrmals am Tag aufhalten.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.kampagne20.de/2010/10/29/voll-auf-facebook-die-tiger-kampagne-des-wwf/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Schönheit vor Alter? Junge Entwicklungsorganisationen im Fokus</title>
		<link>http://www.kampagne20.de/2010/02/22/schonheit-vor-alter-junge-entwicklungsorganisationen-im-fokus/</link>
		<comments>http://www.kampagne20.de/2010/02/22/schonheit-vor-alter-junge-entwicklungsorganisationen-im-fokus/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 22 Feb 2010 22:57:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ulrich Schlenker</dc:creator>
				<category><![CDATA[Beispiele aus der Praxis]]></category>
		<category><![CDATA[Entwicklungszusammenarbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Fundraising & Spenden]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Kampagnen & Projekte]]></category>
		<category><![CDATA[Offline-Aktionen: Auf der Straße]]></category>
		<category><![CDATA[2aid.org]]></category>
		<category><![CDATA[Aktion]]></category>
		<category><![CDATA[Fundraising]]></category>
		<category><![CDATA[Fußball]]></category>
		<category><![CDATA[HIV/Aids]]></category>
		<category><![CDATA[kickHIV]]></category>
		<category><![CDATA[Offline]]></category>
		<category><![CDATA[Online Spenden]]></category>
		<category><![CDATA[Spenden]]></category>
		<category><![CDATA[Südafrika]]></category>
		<category><![CDATA[Twitter]]></category>
		<category><![CDATA[Uganda]]></category>
		<category><![CDATA[Video]]></category>
		<category><![CDATA[Vlog]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.kampagne20.de/?p=286</guid>
		<description><![CDATA[<p>Glaubt man den Ergebnissen repräsentativer Studien, fließen 44 Prozent aller Spenden zugunsten von Entwicklungs- bzw. Nothilfe und werden von Menschen gegeben, die 50 Jahre oder älter sind. Entsprechend ist wenig verwunderlich, dass klassische Entwicklungsorganisationen nicht gerade mit modernen, pfiffigen Kampagnen aufwarten. Dem gegenüber stehen Zahlen, denen zufolge gerade junge Menschen überdurchschnittlich engagiert sind: &#8220;Einsatz <p><a href="http://www.kampagne20.de/2010/02/22/schonheit-vor-alter-junge-entwicklungsorganisationen-im-fokus/">Weiterlesen</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Glaubt man den Ergebnissen <a href="http://www.tns-infratest.com/presse/presseinformation.asp?prID=722&amp;message=Trotz%20Wirtschaftskrise:%20Die%20Deutschen%20spenden%20mehr" target="_blank">repräsentativer Studien</a>, fließen 44 Prozent aller Spenden zugunsten von Entwicklungs- bzw. Nothilfe und werden von Menschen gegeben, die 50 Jahre oder älter sind. Entsprechend ist wenig verwunderlich, dass klassische Entwicklungsorganisationen nicht gerade mit modernen, pfiffigen Kampagnen aufwarten. Dem gegenüber stehen Zahlen, denen zufolge gerade junge Menschen überdurchschnittlich engagiert sind: &#8220;Einsatz für die Gesellschaft und für andere Menschen gehört ganz selbstverständlich zum persönlichen Lebensstil dazu&#8221;, heißt es in der letzten <a href="http://www.shell.de/home/content/deu/aboutshell/our_commitment/shell_youth_study/2006/commitment/" target="_blank">Shell-Jugendstudie von 2006</a>. Das Ergebnis ist, dass junge Menschen selbst aktiv werden, ihre eigene Entwicklungs-NGO gründen und den etablierten Hilfswerken mit schicken Webauftritten das Fürchten lehren. Zwei Beispiele möchte ich vorstellen.</p>
<p><strong>2aid.org &#8211; Wasserspender via Web 2.0</strong></p>
<p><a href="http://www.kampagne20.de/wp-content/uploads/2aid-webseite.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-287" title="Webseite von 2aid.org" src="http://www.kampagne20.de/wp-content/uploads/2aid-webseite-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Mitte 2009 hat die Zahnmedizin-Studentin Anna Vikky das Projekt 2aid.org ins Leben gerufen. Mit einigen engagierten Mitstreitern und Unterstützern zieht sie sämtliche Register aktueller Web 2.0-Tools und mobilisiert Spenden für Trinkwasser-Projekte in Afrika. Über Präsenzen auf <a href="http://www.meinvz.net/2aid" target="_blank">MeinVz</a>, <a href="http://twitter.com/2aidorg" target="_blank">Twitter</a> (&gt; 1.000 Follower) und <a href="http://www.facebook.com/2aidorg" target="_blank">Facebook</a> (&gt; 350 Fans) wird um Spenden geworben, die per Überweisung, PayPal oder <a href="http://www.2aid.org/inhalt/spenden.html" target="_blank">SMS</a> getätigt werden können. Die ersten <a href="http://de.betterplace.org/projects/2236-sauberes-trinkwasser-fur-4000-menschen-in-uganda" target="_blank">4.000 Euro</a> sind mittlerweile zusammengekommen und an eine US-amerikanische Organisation überwiesen worden, die damit einen Brunnen in Uganda bohren wird. Anna ist derzeit mit Falco, einem Fotografen, vor Ort und schaut sich die Umsetzung an. Sie <a href="http://www.2aid.org/projekt/uganda/besuch.html" target="_blank">berichten regelmäßig in einem Video-Blog (Vlog) über </a>die Reise &#8211; eine spannende und bisher selten genutzte Kommunikationsform, die leider mit maximal 50 Views noch kaum genutzt wird.</p>
<p><object classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="300" height="169" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="src" value="http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=9638516&amp;server=vimeo.com&amp;show_title=0&amp;show_byline=0&amp;show_portrait=0&amp;color=00ADEF&amp;fullscreen=1" /><embed type="application/x-shockwave-flash" width="300" height="169" src="http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=9638516&amp;server=vimeo.com&amp;show_title=0&amp;show_byline=0&amp;show_portrait=0&amp;color=00ADEF&amp;fullscreen=1" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true"></embed></object></p>
<p><a href="http://vimeo.com/9638516">Video Nummer 6 aus dem Vlog von 2aid.org</a>.</p>
<p><strong>100prozentig</strong></p>
<p>So bemerkenswert das Engagement der Fundraiser ist, so stellen aber auch Fragen. 2aid.org wirbt damit, dass <a href="http://www.2aid.org/inhalt/ueber_uns/100prozent.html" target="_blank">100% der Spenden direkt ins Projekt fließen</a>. Ein ehrenwerter Vorsatz. Viele &#8220;neue&#8221; Spendensammler mit dieser Aussage, die jedoch langfristig unrealistisch bis unseriös ist. Bei jedem Entwicklungsprojekt entstehen Verwaltungskosten, angefangen von Server- und Bankgebühren bis hin zu Ausgaben für Werbung und, bei größeren Vorhaben, Personalkosten. Diese Kosten dürfen nicht totgeschwiegen, sondern müssen schlicht und einfach transparent dargestellt werden. Selbst das DZI, das das Spendensiegel vergibt, <a href="http://www.dzi.de/spetips.htm" target="_blank">sagt in seinen Spendertipps</a> &#8220;Eine gute Verwaltung ist wichtig&#8221; und hält bis zu 35 Prozent Verwaltungskosten für &#8220;vertretbar&#8221;. Die Projektreise von 2aid.org nach Uganda haben Anna und Falco aus eigener Tasche bezahlt &#8211; zurzeit sammeln sie dafür ebenfalls Spenden: rund <a href="http://www.2aid.org/projekt/uganda/besuch.html" target="_blank">2.200 Euro werden gebraucht</a>&#8230; 100%ig also kein Modell für die Zukunft.</p>
<p><a href="http://www.kampagne20.de/wp-content/uploads/2aid-brunnenpoll.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-288" title="Brunnenbohren in Kenia, Malawi oder Uganda?" src="http://www.kampagne20.de/wp-content/uploads/2aid-brunnenpoll-300x281.jpg" alt="" width="240" height="225" /></a></p>
<p><strong>Voting über Leben und Tod</strong></p>
<p>Mein zweiter Kritikpunkt richtet sich auf die Auswahl des nächsten Trinkwasserprojekts, das sich 2aid.org ausgeguckt hat &#8211; besser gesagt: hat ausgucken lassen. Ganz im Sinne des Web 2.0, wo Userbeteiligung über allem steht, konnte man <a href="http://2aidorg.posterous.com/jetzt-abstimmen-wo-soll-2aidorg-den-nachsten-0" target="_blank">Anfang des Jahres abstimmen</a>, ob der nächste Brunnen in Kenia, Malawi oder Uganda gebohrt werden soll. Die 148 Twtpoll-User haben entschieden, dass die Menschen in Kenia und Malawi weiterhin ohne sauberes Wasser auskommen müssen.</p>
<p>Klar ist, dass nicht alle drei Projekte gefördert werden können, aber auf welcher Grundlage entscheiden deutsche Internetuser, wo Hilfe am nötigsten und am besten geleistet werden mussen? Klassische Hilfsorganisationen arbeiten mit lokalen Partnerorganisationen zusammen, zu denen häufig langjährige vertrauensvolle Beziehungen bestehen. Für &#8220;Brot für die Welt&#8221; beispielsweise ist die Zusammenarbeit mit Partner vor Ort <a href="http://www.brot-fuer-die-welt.de/weltweit-aktiv/index_1944_DEU_HTML.php" target="_blank">&#8220;wesentliches Merkmal&#8221;</a> der Projektarbeit. Abstimmungen wie die von 2aid.org weisen paternalistische Züge auf und zeigen, dass sich noch nicht überall angekommen ist, dass die <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Entwicklungszusammenarbeit#Abgrenzung_des_Begriffes" target="_blank">aktuelle Entwicklungspolitik</a> eher auf Entwicklungs<em>zusammenarbeit</em> setzt, statt auf Entwicklungs<em>hilfe</em>, die &#8220;nicht von partnerschaftlicher Gleichberechtigung, sondern von der dominierenden Rolle des Fachwissens und des Reichtums geprägt&#8221; ist.</p>
<p><span id="more-286"></span></p>
<p><strong>kickHIV &#8211; Online mobilisieren, offline aktiv werden</strong></p>
<p>Einen etwas anderen Weg des Fundraisings geht das Projekt <a href="http://kickhiv.de" target="_blank">&#8220;KickHIV&#8221;</a>. Getragen wird es vom Verein <a href="http://www.goahead-organisation.de/" target="_blank">Go Ahead!</a> der vor knapp drei Jahen ebenfalls von einigen Studenten gegründet wurde. Im Vordergrund steht nicht die Bitte um Geld, sondern der Aufruf, aktiv zu werden und Offline-Aktionen an einem Aktionswochenende im Mai zu organisieren. Bei Benefizaktionen in ganz Deutschland soll Geld für ein Aids-Aufklärungsprojekt in Südafrika gesammelt werden, bei dem Jugendliche auf dem Fußballplatz über die Gefahren von HIV aufklärt.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-294" title="Online-Banner von KickHIV" src="http://www.kampagne20.de/wp-content/uploads/kickHIV_Banner_468x60.jpg" alt="" width="468" height="60" /></p>
<p>Dafür stellt KickHIV eine Reihe von ansprechend gestalteten Hilfsmitteln bereit. In einem <a href="http://kickhiv.de/?page_id=20" target="_blank">Aktionshandbuch</a> werden Tipps und Ideen für Kickerturniere, Benefizkonzerte und Supermarktaktionen gegeben, bei <a href="http://kickhiv.mixxt.de/" target="_blank">Mixxt wurde eine Community</a> eingerichtet, auf einer <a href="http://kickhiv.de/?page_id=12" target="_blank">Googlemap sind Aktions-Orte verzeichnet</a> und via <a href="http://www.facebook.com/kickhiv" target="_blank">Facebook</a> oder <a href="http://twitter.com/kickhiv" target="_blank">Twitter</a> kann man sich laufend informieren. Interessant ist, dass KickHIV prominente Botschafter wie Nationalspieler Philipp Lahm, Schauspielerin Cosma Shiva Hagen oder den Afrika-Experten Bartholomäus Grill gewinnen konnte. Auch KickHIV verspricht, 100% der Spenden weiterzuleiten, finanziert die Verwaltungskosten aus Mitgliedsbeiträgen und Sponsorengeldern. Die Aktion wirkt nicht ganz so poppig und multimedial wie 2aid.org, sondern erscheint &#8220;stärker geerdet&#8221;. Ob KickHIV dennoch ein Erfolg wird, bleibt abzuwarten, bislang sind die Zahlen der Aktions-Orte genau wie Follower-Zahl bei Twitter überschaubar.</p>
<p>Trotz der Kritik: Ich denke, dass Initiativen wie 2aid.org oder KickHIV der entwicklungspolitischen NGO-Szene in Deutschland gut tun. Sie zeigen aber auch, dass Entwicklungszusammenarbeit fachliches Know-How bedarf. Fehlende Expertise und Erfahrung sollten nicht durch blinden Aktivismus ersetzt werden. Engagierte Onliner und etablierte Hilfsorganisation sollten sich nicht gegenseitig belächeln, sondern im Idealfall die jeweiligen Kompetenzen zusammentun. So gewinnen alle.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.kampagne20.de/2010/02/22/schonheit-vor-alter-junge-entwicklungsorganisationen-im-fokus/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>5</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Demo-Berichterstattung: der Praxis-Test</title>
		<link>http://www.kampagne20.de/2009/03/31/demo-berichterstattung-der-praxis-test/</link>
		<comments>http://www.kampagne20.de/2009/03/31/demo-berichterstattung-der-praxis-test/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 31 Mar 2009 12:24:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Björn Lampe</dc:creator>
				<category><![CDATA[Beispiele aus der Praxis]]></category>
		<category><![CDATA[Events]]></category>
		<category><![CDATA[Offline-Aktionen: Auf der Straße]]></category>
		<category><![CDATA[Twitter]]></category>
		<category><![CDATA[Blogging]]></category>
		<category><![CDATA[Demo]]></category>
		<category><![CDATA[Demonstration]]></category>
		<category><![CDATA[G20]]></category>
		<category><![CDATA[Live-Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Protest]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.kampagne20.de/?p=148</guid>
		<description><![CDATA[<p>Im November letzten Jahres fand der erste G20-Gipfel in Washington statt. Damals kritisierten wir, dass vom Protest aus Anlass des Gipfels wenig zu lesen bzw. zu sehen war (siehe unser Blogeintrag vom 18.11.2008). In wenigen Tagen, genauer gesagt am 2.4.2009, findet nun der zweite G20-Gipfel statt. Wieder ist das Thema die Weltfinanzkrise und wieder <p><a href="http://www.kampagne20.de/2009/03/31/demo-berichterstattung-der-praxis-test/">Weiterlesen</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im November letzten Jahres fand der erste G20-Gipfel in Washington statt. Damals kritisierten wir, dass vom Protest aus Anlass des Gipfels wenig zu lesen bzw. zu sehen war (<a href="http://www.kampagne20.de/?p=76" target="_self">siehe unser Blogeintrag vom 18.11.2008</a>). In wenigen Tagen, genauer gesagt am 2.4.2009, findet nun der zweite G20-Gipfel statt. Wieder ist das Thema die Weltfinanzkrise und wieder regt sich Protest. Zahlreiche NGOs aus ganz Europa hatten bereits am vergangenen Samstag (28. März) aus diesem Anlass zu einem Aktionstag aufgerufen. Und tatsächlich gab es zahlreiche Demos in vielen europäischen Großstädten. Auch in Berlin und Frankfurt/M. gingen Zehntausende auf die Straße.</p>
<p>Die Hauptdemonstration fand jedoch am Ort des G20-Gipfels, also in London, statt. Wir von kampagne20.de waren dabei und haben einmal selbst getestet wie aufwändig oder schwierig es eigentlich ist, eine derartige Veranstaltung schnell und trotzdem angemessen zu begleiten und zu dokumentieren (und nebenbei auch noch zu demonstrieren). Hier unser kleiner Erfahrungsbericht:</p>
<p><span id="more-148"></span>Der Demonstrant geht normalerweise gut ausgerüstet auf die Straße: wetterfeste Kleidung, Plakat und Protest-T-Shirt gehören häufig zur Standard-Ausstattung. Wir haben das ganze auf Grund der geplanten Berichterstattung etwas erweitert: iPhone, Netbook, UMTS-Stick, Flip Videokamera und eine Digitalkamera wuren von uns &#8211; neben Banner und Plakate &#8211; durch London geschleppt.</p>
<p>Doch die Vorbereitung hatte schon früher begonnen. Im Redaktions- bzw. Blogsystem der Webseite wurde ein Artikel zur Demo vorgeschrieben, der dann automatisch zu Beginn der Demo online ging. Zudem wurde der twitter-Kanal in die Seitenleiste der Webseite eingebunden, so dass alle twitter-Nachrichten sofort in die Webseite integriert wurden (ein Beispiel dafür ist <a href="http://www.erlassjahr.de/presse/pressemitteilungen/g20-gipfel-wer-zahlt-fuer-die-krise.html" target="_blank">hier zu sehen</a>). Auf dem iPhone wurden zudem die Applikationen <a href="http://clk.tradedoubler.com/click?p=23761&amp;a=1145341&amp;url=http%3A%2F%2Fitunes.apple.com%2FWebObjects%2FMZStore.woa%2Fwa%2FviewSoftware%3Fid%3D296415944%26mt%3D8%26partnerId%3D2003" target="_blank">tweetie</a> (zum twittern) und <a href="http://clk.tradedoubler.com/click?p=23761&amp;a=1145341&amp;url=http%3A%2F%2Fitunes.apple.com%2FWebObjects%2FMZStore.woa%2Fwa%2FviewSoftware%3Fid%3D285073074%26mt%3D8%26partnerId%3D2003" target="_blank">wordpress</a> (zum Pflegen des Blogs) installiert.</p>
<p>Und dann ging es los, erst noch bei typisch britischem Sturm und Regen, später dann auch im Sonnenschein. Die Dokumentation der Demo erfolgte abwechselnd: einer trug das Banner, der andere dokumentierte &#8211; perfekte Arbeitsteilung. Doch das Dokumentieren unterwegs ist gar nicht so einfach, insbesondere wenn das Tempo des Demozugs sehr hoch ist. Denn das Tippen von twitter-Nachrichten beim Laufen ist weitaus komplizierter als erwartet. Und um den Demozug gut zu fotografieren oder zu filmen, hiess es vielfach nach vorne sprinten, Demo überholen, abwarten, Bilder machen, wieder einreihen. Alles eine Frage des Timings!</p>
<p>Zum eigentlich bloggen sind wir erst während der Abschlusskundgebung im Hyde Park gekommen. Dort hatte man auch Ruhe die Eindrücke etwas sacken zu lassen und nicht nur reine Tatsachen-Beschreibungen und Fotos abzuliefern. Eines hat unser kleines Experiment aber gezeigt: eine kleine Live-Berichterstattung von einer Demonstration oder Aktion ist unter Einsatz der entsprechenden Technik absolut möglich. Die Leser am Bildschirm daheim können so einen ersten Eindruck gewinnen. Tatsache ist aber auch: es braucht eine gute Vorbereitung und für den Berichterstatter ist das ganze durchaus anstrengend. Und zudem: das ist ein Vollzeitjob! Der Berichterstatter kann also unmöglich noch eine weitere Aufgabe im Rahmen der Aktion/Demo übernehmen.</p>
<p>Im Optimalfall ist es so, dass der Berichterstatter noch von jemandem im Büro unterstützt wird. Diese Person kann Fotos nachbearbeiten und besser einpflegen, etwaige Rechtschreibfehler ausbessern und zudem weitere Informationen aus anderen Medien in die Berichterstattung einfliessen lassen. Aber auch ohne diese Unterstützung &#8216;von aussen&#8217; funktioniert es. Die Ergebnisse unserer Berichterstattung könnt ihr im <a href="http://www.deine-stimme-gegen-armut.de/blog" target="_blank">Deine Stimme gegen Armut</a> und im <a href="http://www.erlassjahr.de/blog" target="_blank">erlassjahr.de</a> Blog nachlesen.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.kampagne20.de/2009/03/31/demo-berichterstattung-der-praxis-test/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Fussball EM und Zivilgesellschaft</title>
		<link>http://www.kampagne20.de/2008/05/20/fussball-em-und-zivilgesellschaft/</link>
		<comments>http://www.kampagne20.de/2008/05/20/fussball-em-und-zivilgesellschaft/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 20 May 2008 12:01:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Björn Lampe</dc:creator>
				<category><![CDATA[Beispiele aus der Praxis]]></category>
		<category><![CDATA[Offline-Aktionen: Auf der Straße]]></category>
		<category><![CDATA[Online-Campaigning]]></category>
		<category><![CDATA[EM]]></category>
		<category><![CDATA[Fußball]]></category>
		<category><![CDATA[Kampagne]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.kampagne20.de/?p=39</guid>
		<description><![CDATA[<p>Vom 7. bis 29. Juni findet die Fussball Europameisterschaft 2008 in Österreich und der Schweiz statt. Viele NGOs nutzen solche Großveranstaltungen, um ihre Interessen in die Öffentlichkeit zu bringen. Wir haben einen ersten kurzen Streifzug durch das Internet unternommen, um hier kurz Kampagnen vorzustellen, die dieses Thema aufgreifen.</p> <p>Die Organisation Viva con Agua de <p><a href="http://www.kampagne20.de/2008/05/20/fussball-em-und-zivilgesellschaft/">Weiterlesen</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vom 7. bis 29. Juni findet die Fussball Europameisterschaft 2008 in Österreich und der Schweiz statt. Viele NGOs nutzen solche Großveranstaltungen, um ihre Interessen in die Öffentlichkeit zu bringen. Wir haben einen ersten kurzen Streifzug durch das Internet unternommen, um hier kurz Kampagnen vorzustellen, die dieses Thema aufgreifen.</p>
<p><img class="alignleft" style="margin: 2px; float: left;" src="http://a616.ac-images.myspacecdn.com/images01/26/m_d3d2cc63634002ca862cfd38052c55bf.jpg" alt="" width="170" height="97" />Die Organisation <span class="title_bold_black"><a href="http://www.vivaconagua.org/" target="_blank">Viva con Agua de Sankt Pauli</a>, die Trinkwasser-Projekte in Afrika und Lateinamerika fördert, nutzt bereits die Wochen vor der EM für ihren <a href="http://www.vivaconagua.org/index.htm?aktionen_wassermarsch" target="_blank">Wasser!Marsch 2008</a>. Selbiger führt 7 Aktivisten im Laufe von 39 Tagen von Hamburg bis nach Basel, in die Stadt des EM-Eröfffnungsspieles. Zu Fuß und mit einem afrikanischen Lastenfahrrad machen sie dabei in zahlreichen deutschen Städten Station, wo jeweils auf lokalen Veranstaltungen um Unterstützung für ihre Projekte gebeten wird. Mit dabei sind auch immer wieder prominente Sportler und Musiker. Sicherlich ein guter Schachzug bereits deutlich im Vorfeld der EM dieses Thema mit dem eigenen Anliegen zu verknüpfen &#8211; bevor es im sportlichen Taumel der eigentlichen Veranstaltung untergeht. Gelungen auch die Verknüpfung der Aktionen auf der Straße und der Aufarbeitung im Netz: auf der Homepage von Viva con Agua gibt es eine Tagebuch von der Reise und auch die ersten Videos stehen schon bereit. Selbst einen eigenen <a href="http://www.vivaconagua.org/index.htm?post?360" target="_blank">Soundtrack zur Aktion</a> bietet die Organisation auf.</span></p>
<p><span id="more-39"></span></p>
<p><img class="alignleft" style="margin: 2px; float: left;" src="http://de.farenet.org/images/Logo.gif" alt="" width="205" height="70" />Das <a href="http://de.farenet.org" target="_blank">Netzwerk Fußball gegen Rassismus in Europa (<acronym title="Football Against Racism in Europe">FARE</acronym>)</a> wird mit Unterstützung der UEFA vor Ort in den EM-Austragungsstädten mit ihrem <a href="http://de.farenet.org/default.asp?intPageID=77" target="_blank">Antirassismusprogramm</a> aktiv sein. Erklärtes Ziel ist es, die positive Botschaft des Kampfes gegen Diskriminierung innerhalb und außerhalb der Stadien zu vermitteln und für sie zu werben. <acronym title="Football Against Racism in Europe">FARE</acronym> möchte Fans, die örtliche Bevölkerung und ethnische Minderheiten durch Streetkickturniere, Fanversammlungen und den Vertrieb von Fanzines erreichen. Zudem unterstützt die Organisation die sogenannten <a href="http://www.fanguide2008.net" target="_blank">Fanguides</a>, die von Fans für Fans erstellt wurden und für ein friedliches Miteinander werben.</p>
<p>Ein ganz anderes Thema versuchen Schweizer Organisationen, wie etwa die dortige Sektion von <a href="http://www.amnesty.ch/de/aktuell/news/2007/traegerschaft-lanciert-kampagne-gegen-frauenhandel-vor-und-wahrend-der-fussball-europameisterschaft-08">amnesty international</a>, mit ihrer <a href="http://www.frauenhandeleuro08.ch/" target="_blank">&#8220;Kampagne Euro 08 gegen Frauenhandel und Zwangspros<span class="highlightedSearchTerm">t</span>i<span class="highlightedSearchTerm">t</span>u<span class="highlightedSearchTerm">t</span>ion&#8221;</a> im Rahmen der EM in die Öffentlichkeit zu bringen. Die Kampagne will eine grosse Öffentlichkeit über Frauenhandel im Sexgewerbe informieren und setzt sich für einen verbesserten Opfer- und Zeuginnenschutz ein. Die bisher eingesetzten Kampagnen-Werkzeuge sind allerdings eher klassischer Natur: Unterschriftenaktion, Postkarten, Broschüren. Videospots sind aber schon angekündigt, bisher jedoch offenbar nicht im Netz.</p>
<p><img class="alignleft" style="margin: 2px; float: left;" src="http://www.inkota.de/olympiaplayfair2008/images/playfair_logo.gif" alt="" width="78" height="127" />Keinen alleinigen Bezug auf die EM nimmt die <a href="http://www.saubere-kleidung.de/" target="_blank">Kampagne für saubere Kleidung</a>, die stattdessen einen <a href="http://www.saubere-kleidung.de/ccc-40_kampagnen/ccc-41_sport.html" target="_blank">Sportsommer 08</a> ausgerufen hat, der auch die Olympischen Spiele im August in Peking mit in ihre Aktivitäten aufnimmt. Inhaltlich geht es um Schritte zur Verbesserung von Löhnen und Arbeitsbedingungen  in der globalen Sportbekleidungsindustrie. Dazu besuchten Aktivisten z.B. die Aktionärsversammlung von Puma, um dort kritische Nachfragen zu stellen. Der Schwerpunkt der weiteren Aktivitäten, die unter dem Slogan <a href="http://www.inkota.de/olympiaplayfair2008/" target="_blank">Play Fair</a> ablaufen, liegt in der öffentlichen Aufklärungsarbeit, insbesondere rund um die Olympiade. Auch hier liegt der Schwerpunkt im Material auf klassischen Ansätzen, wie Postkarten oder Handbüchern.</p>
<p>Rein interaktiv laufen die Maßnahmen von <a href="http://www.erlassjahr.de" target="_blank">erlassjahr.de</a>, dem Bündnis für eine Entschuldung der ärmsten Länder der Welt, ab. Selbige haben auf ihrer Internetseite ein <a href="http://www.erlassjahr.de/aktionen/tipp-spiel/" target="_blank">Tipp-Spiel</a> installiert, welches den TeilnehmerInnen Informationen rund um das Thema Entschuldung an Hand der Teilnehmerländer der Europameisterschaft liefern soll. So soll der sportliche Wettkampf mit der inhaltlichen Arbeit verknüpft werden. Zu gewinnen gibt es u.a. einen fair gehandelten Fussball.</p>
<p>Zum Abschluß möchten wir noch auf eine Kampagne ganz anderer Art verweisen, die bereits zu hoher medialer Aufmerksamkeit geführt hat. Die Initiative für eine <a href="http://www.rueckgrat.cc/" target="_blank">österreichfreie Euro 2008</a> setzt sich dafür ein, dass die österreichische Nationalmannschaft nicht am Turnier teilnimmt, um dem Lang eine Blamage zu ersparen. Dieser augenzwinkernde Ansatz, von den Initiatoren durchaus ernst gemeint, hat bisher mehr <a href="http://www402.ws7.inname.net/ueberuns.php" target="_blank">mediale Aufmerksamkeit</a> erfahren als alle anderen Kampagnen. Das ist umso erstaunlicher als die Webseite sehr einfach aufgebaut ist, kein großer Etat zur Verfügung stand und nur Flyer und T-Shirts zur Verbreitung der Kampagne genutzt wurden. Offenbar hatte das Thema jedoch eine derartige &#8216;politische&#8217; Sprengkraft, dass sich kein Berichterstatter diese Möglichkeit nehmen lassen wollte. Inzwischen ist die Presse-Euphorie aber wieder abgeebbt.</p>
<p>Wir freuen uns natürlich über Ergänzungen zu weiteren Aktionen und Kampagnen rund um die EM!</p>
<p>P.S.: Das Portal <a href="http://www.utopia.de/wissen/bildungsluecken/so-gruen-sind-die-erstligisten" target="_blank">Utopia</a> hat kürzlich getestet wie &#8216;grün&#8217; die Vereine der ersten Fußball-Bundesliga sind. In der dortigen Tabelle wird Hertha BSC Berlin Meister vor Cottbus. Die Bayern landen nur auf Platz 3.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.kampagne20.de/2008/05/20/fussball-em-und-zivilgesellschaft/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Sichtschutz Moskitonetz?</title>
		<link>http://www.kampagne20.de/2008/04/28/sichtschutz-moskitonetz/</link>
		<comments>http://www.kampagne20.de/2008/04/28/sichtschutz-moskitonetz/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 28 Apr 2008 17:06:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ulrich Schlenker</dc:creator>
				<category><![CDATA[Events]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Offline-Aktionen: Auf der Straße]]></category>
		<category><![CDATA[Aktion]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Bilder]]></category>
		<category><![CDATA[Erfolgsmessung]]></category>
		<category><![CDATA[Evaluation]]></category>
		<category><![CDATA[Malaria]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.kampagne20.de/?p=32</guid>
		<description><![CDATA[<p>Am 25. April war Welt-Malaria-Tag. Das war im Prinzip nicht zu übersehen überlesen. Eine kurze Suche liefert Artikel in den Online-Ausgaben von taz, Focus, Die Welt, Das Parlament usw. UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon schrieb in der FR. Selbst die Pharma-Industrie wurde aktiv. Und entwicklungspolitische Organisationen und Kampagnen? In Berlin war die zentrale Aktionen mit menschlichen <p><a href="http://www.kampagne20.de/2008/04/28/sichtschutz-moskitonetz/">Weiterlesen</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.rollbackmalaria.org/worldmalariaday/"><img class="alignleft" style="float: left; margin-left: 8px; margin-right: 8px;" src="http://www.mobilising4malaria.org/images/buttonwhite_en.gif" alt="button" /></a>Am 25. April war <a href="http://www.rollbackmalaria.org/worldmalariaday/" target="_blank">Welt-Malaria-Tag</a>. Das war im Prinzip nicht zu <span style="text-decoration: line-through;">übersehen</span> überlesen. Eine kurze Suche liefert Artikel in den Online-Ausgaben von <a href="http://www.taz.de/1/zukunft/wissen/artikel/1/krieg-den-muecken/?src=HL&amp;cHash=9aa3542fab" target="_blank">taz</a>, <a href="http://news.google.de/news/url?sa=t&amp;ct=de/0-0&amp;fp=4815f075c62ae5f4&amp;ei=d_UVSO_mKIXiwQG044nbDg&amp;url=http%3A//www.focus.de/gesundheit/arzt_medikamente/welt-malaria-tag-malaria-toetet-im-sekundenrhythmus_aid_297349.html&amp;cid=1161690004&amp;usg=AFrqEzeFgq4lAV010uZnaW5vlJ3CtqebdA" target="_blank">Focus</a>, <a href="http://www.welt.de/wissenschaft/article1935067/Impfstoff_gegen_Malaria_in_Sichtweite.html" target="_blank">Die Welt</a>, <a href="http://www.bundestag.de/dasparlament/2008/18-19/EuropaWelt/20298627.html" target="_blank">Das Parlament</a> usw. UN-Generalsekretär <a href="http://www.fr-online.de/in_und_ausland/wissen_und_bildung/aktuell/?sid=ca07f11ca7565bb2b8a96bd917392138&amp;em_cnt=1324722" target="_blank">Ban Ki-Moon schrieb in der FR</a>. Selbst die <a href="http://www.pr-inside.com/de/mobilising4malaria-am-25-4-ist-welt-malaria-tag-r554883.htm" target="_blank">Pharma-Industrie</a> wurde aktiv. Und entwicklungspolitische Organisationen und Kampagnen? In Berlin <a href="http://www.deine-stimme-gegen-armut.de/blog/?p=339" target="_blank">war die zentrale Aktionen mit menschlichen Moskitonetzen angekündigt</a>, in Köln und Nürnberg gab es Info-Stände. Und das alles unter dem frischen Motto &#8220;Mach die Mücke!&#8221; Klingt vielversprechend. Da sind sicher tolle Bilder von forschen Kampagnenaktionen entstanden. Mal schauen.</p>
<p>In Berlin am Potsdamer Platz sollte ein menschliche Moskitonetz entstehen, Jahrmarktbuden mit den Aktionen &#8220;Stich zurück&#8221; und &#8220;Hau die Anopheles-Mücke&#8221; Jugendliche anlocken. <a href="http://www.ad-hoc-news.de/drucken.html?art_id=16462644" target="_blank">Fußballer von Hertha BSC waren involviert</a>, auch Entwicklungsministerin Wiezcorek-Zeul soll da gewesen sein. Organisiert wurde die Aktion vom <a href="http://www.malaria.drk-cms.de/" target="_blank">Deutschem Roten Kreuz (DRK)</a>, der <a href="http://www.weltbevoelkerung.de/presse/presseinformationen94.shtml?navanchor=1010032" target="_blank">Deutschen Stiftung Weltbevölkerung (DSW),</a> als Mitgliedern der <a href="http://www.europeanallianceagainstmalaria.org/" target="_blank">Europäischen Allianz gegen Malaria</a>, der <a href="http://www.malarianomore.de/" target="_blank">Kampagne MalariaNoMore Deutschland</a> sowie <a href="http://www.medeor.org/index.php?str_css=am_01.css&amp;CO_ID=574&amp;l0_ID=0&amp;l1_ID=27&amp;l2_ID=0&amp;l3_ID=0" target="_blank">action medeor</a> als Träger der Kampagne <a href="http://www.stopmalarianow.org/world-malaria-day.html?&amp;L=1" target="_blank">Stop Malaria Now</a>.</p>
<p><a href="http://www.kampagne20.de/wp-content/uploads/malaria_tansania_f-action-medeor-birgit-betzelt.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-33" style="float: left; margin-left: 8px; margin-right: 8px;" title="Ein junger Arzt mit Malaria-Patientin (Foto: action medeor/ Birgit Betzelt)" src="http://www.kampagne20.de/wp-content/uploads/malaria_tansania_f-action-medeor-birgit-betzelt.jpg" alt="Ein junger Arzt mit Malaria-Patientin (Foto: action medeor/ Birgit Betzelt)" width="136" height="90" /></a>Ich zähle drei Organisationen, drei Kampagnen, einen Promi, eine Bundesministerin &#8211; und bin enttäuscht. Hat die Aktion wirklich stattgefunden? Drei Tage später finde ich im Netz nichts darüber. Kein Video bei youtube.com oder myvideo.de, kein Bild auf flickr.com. Die Webseiten der Organisationen illustrieren ihre Ankündigungen mit Bilder aus Projekten in Entwicklungsländern. Der Nachrichtenwert ist jetzt gleich Null. Enttäuschendes Urteil: Hier wurden Chancen vertan.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.kampagne20.de/2008/04/28/sichtschutz-moskitonetz/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Kurz notiert (18.04.2008)</title>
		<link>http://www.kampagne20.de/2008/04/18/kurz-notiert-18042008/</link>
		<comments>http://www.kampagne20.de/2008/04/18/kurz-notiert-18042008/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 18 Apr 2008 20:20:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Björn Lampe</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Beispiele aus der Praxis]]></category>
		<category><![CDATA[Offline-Aktionen: Auf der Straße]]></category>
		<category><![CDATA[Bahnprivatisierung]]></category>
		<category><![CDATA[Erfolgsmessung]]></category>
		<category><![CDATA[Kampagne]]></category>
		<category><![CDATA[Plakat]]></category>
		<category><![CDATA[Video]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.kampagne20.de/?p=27</guid>
		<description><![CDATA[<p>&#8220;Sind meine Plakate eigentlich erfolgreich?&#8221; Während bei Spendenkampagnen der Erfolg häufig am monetären Rückfluss gemessen werden kann, ist dies bei Aufmerksamkeits- oder Beeinflussungskampagnen ganz anders. Wird das Plakat von meiner Zielgruppe angenommen? Wird sie daraufhin aktiv? Dies ist meist nur an den Statistiken von Webseiten-Zugriffen grob abzuschätzen. Eine bessere Messbarkeit von Plakatwerbung soll in <p><a href="http://www.kampagne20.de/2008/04/18/kurz-notiert-18042008/">Weiterlesen</a></p>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.kampagne20.de/wp-content/uploads/http-wwwkampagne20de.png"><img class="alignleft alignnone size-medium wp-image-28" style="float: left; margin: 4px;" title="http-wwwkampagne20de" src="http://www.kampagne20.de/wp-content/uploads/http-wwwkampagne20de.png" alt="" width="125" height="125" /></a>&#8220;Sind meine Plakate eigentlich erfolgreich?&#8221; Während bei Spendenkampagnen der Erfolg häufig am monetären Rückfluss gemessen werden kann, ist dies bei Aufmerksamkeits- oder Beeinflussungskampagnen ganz anders. Wird das Plakat von meiner Zielgruppe angenommen? Wird sie daraufhin aktiv? Dies ist meist nur an den Statistiken von Webseiten-Zugriffen grob abzuschätzen. Eine bessere Messbarkeit von Plakatwerbung soll in Zukunft durch den vermehrten Einsatz eines <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/QR_Code" target="_blank">QR-Codes</a> auf Plakaten ermöglicht werden. Roger Fischer hat in seinem Blog eine <a href="http://roger.kaywa.ch/kaywa/innovation-qr-code.html" target="_blank">Präsentation</a> zu dieser neuen Technik eingestellt. Falls sich diese durchsetzen sollte, bietet sie sicherlich auch im Rahmen von NGO-Kampagnen ein hoch interessantes Potential. Bis dato ist uns jedoch noch keine NGO bekannt, die diese Technik in Deutschland einsetzt. (via <a href="http://procampaigning.kaywa.ch/" target="_blank">pro:campaigning</a>)</p>
<p>Derweil beweist &#8220;<a href="http://www.campact.de" target="_blank">Campact &#8211; Demokratie in Aktion</a>&#8220;, dass auch mit ganz klassischen Kampagnenmethoden noch eine breite Medienöffentlichkeit zu erreichen ist. Ausgerüstet mit Großpuppen, Riesenballons, Plakaten und einer Bimmelbahn sorgten sie für reichlich Furore vor der SPD-Parteizentrale als sie dort gegen die bevorstehende Bahnprivatisierung protestierten. Der Zeitpunkt war geschickt gewählt: vom SPD-Vorsitzenden Beck erwartete die Öffentlichkeit ein Machtwort und die angekündigte Pressekonferenz liess lange auf sich warten. Zeit genug für die TV-Teams vor Ort spektakuläre Bilder von Gegendemonstranten einzufangen. Campact hat die Vorgänge in einem kurzen <a href="http://www.campact.de/bahn/film" target="_blank">Film</a> dokumentiert, welcher gut Aufwand und Ergebnis der Aktion zusammenfasst.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.kampagne20.de/2008/04/18/kurz-notiert-18042008/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>

