02. Januar 2012

Kurz notiert: Youtube für NGOs, Online-Pressekonferenz und Promis auf Facebook

Die Greenpeace-Kampagne "Unfriend Coal" war nach 20 Monaten erfolgreich (Foto: Greenpeace)

Lieber Campaigner/innen, liebe Leser/innen, wir wünschen Euch und Ihnen ein gesundes und erfolgreiches Jahr 2012, vor allem auch bei allen Kampagnenaktionen, die ihr und Sie anpacken. Im folgenden ein paar Anregungen, über die wir in den letzten Tagen gestolpert sind:

Youtube für NGOs: Das Project for Awesome (P4A) schafft auf Youtube Aufmerksamkeit für NGO-Anliegen.

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07. November 2011

Spielend die Spielregeln ändern: Facebook-Spiele als Kampagneninstrument

Stadtübersicht im "SuperActivist"

In unserer kleinen Serie “Was NGOs mit Facebook noch machen können” werfe ich heute einen Blick auf Facebook-Spiele. Immerhin spielen jeden Monat 200 Millionen Menschen Farmville, Cityville, MafiaWars und Co. Gefühlt mindestens genauso viele FB-User sind aber auch genervt von penetranten Spiele-Updates ihrer Freunde. Trotz aller Kritik an “Social Games”, also Spielen in Sozialen

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12. August 2011

Mehr als nur eine Fanseite: was NGOs noch mit Facebook machen können

Facebook ist inzwischen auch in Deutschland das soziale Netzwerk Nummer Eins. Und kaum eine kampagnenorientierte NGO kann es sich noch erlauben keinen Facebook-Auftritt zu haben – schliesslich hat das Netzwerk inzwischen mehr als 20 Millionen aktive Nutzer in der Bundesrepublik. Die meisten Organisationen haben sich auf Facebook eine Fanpage eingerichtet, posten dort (mehr oder

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31. Mai 2011

Deine Stimme ist unser Joker: Storytelling in der Praxis

Max (15): Engagiert sich mit einem "persönlichen Rockgipfel" gegen Armut

Wie motivieren NGOs ihre Unterstützer, aktiv zu werden und sich an einer Kampagne zu beteiligen? Dramatische Statistiken zeigen (attraktiv aufgemacht in einer schicken Infografik)? Prominente Unterstützer zeigen, denen es “normale” Menschen nachtun, wie es aktuell bspw. der WWF in seinem Wald.Meister-Kampagnenclip macht? Letzteres ist nach meinem Eindruck in den vergangenen zwei bis drei Jahren

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24. Mai 2011

PoliCAT: DIY Online-Petition aus dem Baukasten

Was wäre, wenn Du für Deine Organisation mit wenigen Klicks eine Onlinepetition einrichten könntest und alle Unterstützer und befreundete Organisationen ein Widget mit der Petition – in Wording und Design angepasst – auf ihrer eigenen Webseite einbinden könnten? Und das obwohl es kein Budget für eine Agentur oder Mitarbeiter mit technischem Know-how gibt. Geht

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21. April 2011

re:campaign Rückblick: So schaffen NGOs die besten Kampagnen im Netz

Wer im deutschsprachigen Raum im Bereich “Onlineaktivismus und NGOs” arbeitet, kommt an der re:campaign nicht vorbei. Zum zweiten Mal trafen sich NGOler, Aktivisten und Social-Media-Profis in Berlin zur Diskussion über “Die besten Kampagnen im Netz”. Der Mix aus Politik, Debatte über Strategien, Techniktipps und Erfahrungsaustausch war sehr gut, auch dank hervorragender Organisation. Ein Rückblick.

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15. Februar 2011

Die neuen Facebook-Seiten: für NGOs und Kampagnen

Facebook hat seinen Fanseiten eine größere Überarbeitung gegönnt, die ab März automatisch zum Standard wird. Viele Funktionen sind dazu gekommen und vieles davon kann gerade auch von NGOs gut genutzt werden. Doch was genau ist neu bei den Facebook-Seiten? Wir haben eine kleine Zusammenfassung der wichtigsten Funktionen aufgeschrieben.

Zunächst einmal gibt es nun eine eigene Ansichten für Administratoren, sprich die sehen Dinge, die der normale Besucher/Fan einer Facebook-Seite nicht sieht. Dies sind unter anderem Statistiken und Tipps für den Administrator, wie er Facebook noch besser nutzen kann (insbesondere versucht Facebook hier Anzeigen zu verkaufen). So sieht zum Beispiel diese Seite für Kampagne2.0 aus:

Für den Besucher/Fan ändert sich die Ansicht und der Aufbau der Seite ebenfalls sehr deutlich. Wie bei privaten Profilen findet sich jetzt zentral oben eine Leiste aus fünf Fotos und die Navigation ist aus den Tabs rechts unter das Logo der jeweiligen Seite gewandert. Facebook verspricht sich hierdurch mehr Aufmerksamkeit für die Navigation, da der Besucher diesen Ort der Navigation eher gewohnt ist. In der rechten Spalte finden sich nun Hinweise darauf wie man mit der jeweiligen Seite interagiert, sprich wer von meinen Freunden auch Fan dieser Seite ist und welche ähnlichen Seiten mir gefallen.

Doch neben dieser auffälligen Änderungen gibt es noch weitere: so ist zum Beispiel das Logo der Seite nur noch 180 Pixel breit. Die Höhe ist auf maximal 540 Pixel beschränkt. Das vorhandene Logo wird automatisch angepasst.

Wirklich toll sind aber zwei ganz neue Funktionen: zum Einen werden Administratoren nun automatisch bei Kommentaren zu ihren Beiträgen per e-mail informiert. Das minimiert die Notwendigkeit seine eigene Seite ständig zu beobachten. Zum Anderen gibt es nun die Funktion Facebook unter dem Seitennamen zu verwenden. Sprich als Administrator kann ich auf fremden Seiten nun nicht mehr nur unter meinem eigenen, sondern auch unter dem meiner Organisation kommentieren bzw. posten. Ein gutes Tool um auch als Organisation in Diskussionen einzugreifen oder aber auch Werbung für die eigene Arbeit zu machen.

Im Sinne der Transparenz ebenfalls schön: man kann alle Administratoren der Seite öffentlich anzeigen, so dass die Besucher/Fans wissen, wer denn hinter der Seite steht bzw. diese betreut.

Und der sicherlich für einige größte Schritt ist, dass Facebook nun iFrames erlaubt, die auf der Fanseite eingesetzt werden können. Also kein arbeiten mehr mit Facebooks eigenener Programmiersprache FBML, sondern es kann nun ein weit verbreiteter Standard eingesetzt werden.

Wer nun Interesse hat die neuen Facebook-Seiten zu nutzen, für den haben wir hier eine kleine Check-Liste zusammengestellt: Weiterlesen Die neuen Facebook-Seiten: für NGOs und Kampagnen

14. Februar 2011

Kurz notiert: Neues Spendennetzwerk, Twitternutzung, Online-Campaigning-Handbuch, Kampagne des Jahres

Die Entwicklungshilfsorganisation Welthungerhilfe wird wohl im April hat heute ein neues, eigenes Spenden-Netzwerk starten gestartet. Auf www.123wir.org können Spender “sich mit Projektverantwortlichen und Gleichgesinnten verbinden und austauschen”, sie erhalten über Blogs, Videos Einblicke in die Projekte und den Einsatz ihrer Spenden”. Im Pluralog-Blog wird schon über (Un-)Sinn und möglichen Mehrwert spekuliert.

Eine komplett

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03. Februar 2011

Kurz notiert: Aktionsformen-Ranking, Richtig schreiben, Map of Good

Die Kampagne “Deine Stimme gegen Armut” hat kurz vor Weihnachten ihre Unterstützer gefragt, welche Aktionsformen sie gut finden und wie sie sich beteiligen würden. Rund 350 Unterstützer beteiligten sich an der Umfrage. Am besten schnitten niedrigschwellige Angebote ab (Unterschriftenaktion, zu Aktion gehen), weniger attraktiv ist es, mit Bundestagsabgeordneten zu reden oder selbst eine Aktion

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30. Januar 2011

Ein Goldtwesel: Reichweite bei Twitter erhöhen mit JustCoz

In Grimms Märchen ist es das Zauberwort “Bricklebrit”, das den Esel dazu bringt, Goldstücke auszuspucken. Für Nonprofits, die ihre Botschaften via Twitter verbreiten wollen, lautet das Zauberwort “JustCoz”.

Die Idee: Twitternutzer, die eine Organisation unterstützen wollen, erklären sich bereit einen Tweet täglich zu spenden. Das heißt, sie erlauben der Organisation, täglich eine Nachricht ungeprüft

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08. November 2010

Der Castor-Protest: wo Social Media und Bürgerjournalismus an ihre Grenzen stossen

(c) GreenpeaceDie Proteste gegen den Castor-Transport sind spätestens seit Samstag (06.11.2010) das bestimmende Thema in den Medien. Dafür hat auch die große Mobilisierung gesorgt, die seit einigen Wochen on- und offline ablief. Dies wurde unter anderem von Campact (über 70.000 Unterschriften) und avaaz (über 180.000 Unterschriften) mit einem Aufruf gegen die Laufzeitverlängerung der Atomkraftwerke flankiert.

Richtig spannend wurde es dann aber zum Protest-Wochenende: würde es den Demonstranten und Campaignern gelingen ihren Protest auch flankierend zu dokumentieren? Wir hatten vor rund eineinhalb Jahren mal eine derartige Liveberichterstattung von einer Demo getestet (siehe den Blogeintrag hier) und dabei festgestellt, dass dies möglich, aber auch aufwändig ist. Doch in eineinhalb Jahren entwickelt sich auch die Technik weiter und gerade internetfähige Handys sind seitdem viel mehr verbreitet als damals. Weiterlesen Der Castor-Protest: wo Social Media und Bürgerjournalismus (noch) an ihre Grenzen stossen

29. Oktober 2010

Voll auf Facebook: die Tiger-Kampagne des WWF

Der World Wildlife Fund (WWF) konzentriert sich mit seiner Kampagnenarbeit derzeit auf die vom aussterben bedrohten Tiger. Nach Angaben der Umweltschutzorganisation gibt es weltweit nur noch 3200 freilebende Tiger, diese Zahl soll sich baldmöglichst wieder erhöhen. Der WWF Deutschland hat diese internationale Kampagne voll aufgegriffen und sie auch online über sämtliche Möglichkeiten auf ihrer eigenen Homepage wwf.de abgebildet. Dabei wird zum Beispiel auf einen Splash-Banner zurückgegriffen, der die eigentliche WWF-Startseite überdeckt und den Besucher sofort auf das aktuelle Hauptthema hinweist. Ein kurzer Videospot erklärt den Sachverhalt, der nächste Call-To-Action ist bereits der Spendenbutton.

Spannend ist das WWF Deutschland extra für die internet-affinere (und vermutlich jüngere) Zielgruppe einen eigenen Kampagnen-Tab auf Facebook aufgebaut hat. Über die URL 3200-tiger.de gelangt man auf die WWF-Facebook-Fanseite, die als Startelement eine Unterschriftenaktion beinhaltet. Diese kann man auch unterschreiben ohne bei Facebook Mitglied zu werden, aber die gewünschten Interaktionsmechanismen funtkionieren natürlich erst dann gut, wenn sie von Facebook-Mitgliedern genutzt werden. Dann nämlich wird die Unterstützung für das Tiger-Anliegen auch den eigenen Freunden bei Facebook mitgeteilt.

Besonders interessant an dieser Lösung ist aber die Tatsache, dass der WWF an dieser Stelle einen mutigen – und wie ich finde – richtig Schritt getan hat. Sie haben sich von ihrer eigenen Homepage gelöst und sind dahin gegangen, wo sie die internetaffine und junge Zielgruppe vermutet haben: direkt auf ihre Facebook-Fanpage, ohne Umweg über die eigene Homepage. Mit inzwischen über 12 Millionen Nutzer, hauptsächlich aus der Altersgruppe 14 bis 35 (aktuelle Nutzerdaten via Facebookmarketing), bietet Facebook die derzeit beste Grundlage für Social Media basiertes Campaigning.

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14. Oktober 2010

Kurz notiert: Kritik auf Facebook, Blog Action Day, NGO-Debatte, Pay per Tweet

Was tun, wenn plötzlich Kritik auf der Facebook-Fanseite der eigenen Kampagne auftaucht und User sich in Kommentaren negativ äußern? Boris Pfeiffer empfiehlt in seinem Gastbeitrag auf facebookmarketing.de 5 Strategien: Keine Gegenangriffe führen, auf Kritik eingehen, Gründe liefern, nicht vorschnell reagieren und die Zeit für sich arbeiten lassen (Foto: Ray-Franco Bouly).

Kostenlos aber nicht

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23. August 2010

5 Lektionen, die NGO-Kampagnen aus der ARD/ZDF-Onlinestudie lernen können

Die Nutzung steigt, das Interesse an aktiver Teilhabe sinkt. Das ist nicht bereits die erste Lektion, sondern das Fazit der aktuellen ARD/ZDF-Onlinestudie, mit dem Katrin Busemann und Christoph Gscheidle ihre Zusammenfassung (PDF) überschrieben haben. Klaus Eck deutet das Fazit anders herum: Qualität setze sich durch, “schlechte” Seiten werden nicht angesehen, die Macher verlieren das

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14. Mai 2010

Erfolg und Reichweite messen - aber wie?

In unserem Blogbeitrag “Tracking ist voll 1995″: Wirkungsanalyse bei NGO-Kampagnen haben wir das derzeit viel diskutierte Thema der Messbarkeit von Kampagnen angesprochen. Dabei geht es nicht nur darum die aufgewandte Zeit für Maßnahmen im Bereich Social Media und Marketing zu messen (und ggf. Aufwand gegenüber Ertrag zu rechtfertigen), sondern insbesondere um die Optimierung der eigenen Kommunikation.

In diesem Blogartikel gehen wir nun der Frage nach, mit welchen Tools das Tracking der eigenen Aktivitäten möglich ist. Im Fokus steht dabei der e-mail Newsletter, da dies für viele Organisationen weiterhin das mächtigste und potentiell reichenweitenstärkste Instrument ist. Ob es damit auch das effektivste ist, lässt sich teilweise bereits aus den Öffnungs- und Klickraten heraus ablesen. Gleichzeitig handelt es sich beim Newsletter meist um einseitige Information, die für den Empfänger keinen direkten Rückkanal zur Kommunikation anbietet. Dennoch macht es natürlich erstmal einen Unterschied, ob eine Organisation ihre Nachricht oder den Aufruf zu einer Kampagne an 100.000 Newsletter-Abonnenten oder 5000 Facebook-Freunde bzw twitter-follower verbreiten kann. Dennoch lassen sich manche der im folgenden genannten Tools auch für die Erfolgsmessung anderer Instrumente und Kommunikationswege nutzen.

1. Wie viele Menschen öffnen meinen Newsletter?

Die Frage nach der Open-Rate wird häufig als die wichtigste Frage beim Thema Newsletter angesehen, obwohl sie in der Chronologie erst an zweiter Stelle kommt. Denn von 100.000 verschickten Newslettern kommen natürlich nicht 100% auch bei ihren Empfängern an. Vielfach sind e-mail Adressen veraltet, Spamfilter blockieren den Absender uvm. Die sogenannte Bounce-Rate gibt einen Überblick darüber wie viel Prozent der verschickten Newsletter nicht ankommen. Viele Newsletter-Tools bieten Informationen zur Bounce-Rate an, manche Versender merken es auch einfach darüber wie viele e-mails an den Absender bzw. die Reply-Adresse zurück kommen. Eine gute Bounce-Rate sollte unter 5% liegen (Zahl der nicht zugestellten E-Mails durch die Anzahl der insgesamt versendeten Nachrichten teilen).

Bleiben wir bei unserem Beispiel: bei einer Bounce-Rate von 4% wären also 96.000 Newsletter verschickt worden. Doch wie viele werden nun geöffnet? Viele (meist kostenpflichtige) Newsletter-Tools bieten die Messung der Öffnungsraten (und von vielen weiteren hilfreichen Zahlen) des Newsletters bereits inklusive an. Doch diese Tools (wie zB das empfehlenswerte Mailchimp) sind auch ziemlich teuer und nicht alle NGOs können sich den Einsatz solch mächtiger Tools leisten. Als kostenlose Alternative kann man sich aber eines kleinen Tricks bedienen. Selbiger funktioniert allerdings nur bei HTML-Newslettern, also nicht bei reinen Text-Versionen. Dazu integriert man ein transparentes (oder weisses) 1-Pixel-großes Gif-Bild in den HTML-Quellcode des Newsletters. Dieses kleine Bildchen sollte dabei möglichst weit unten im Newslettertext platziert werden, damit es erst zu einer Zählung kommt, wenn der gesamte Text dargestellt wurde und nicht nur der obere Teil in der Mail-Vorschau (wie es bei vielen Mailprogrammen Standard ist). Damit das Bild aber tatsächlich gezählt werden kann, muss der Leser jedoch online sein. Denn das kleine ‘Zählbild’ liegt auf dem eigenen Webserver und wird von dort geladen. Um jetzt die Öffnungsrate zu ermitteln, muss man nur noch in die Statistik (Logfiles) des Servers schauen und dort ablesen wie häufig das Bild (am Besten passend ‘Mai-Newsletter.gif’ o.ä. benennen) abgerufen wurde. Die Öffnungsrate ergibt sich dann rechnerisch aus der Häufigkeit der Bildabrufe geteilt durch die Anzahl der erfolgreich versandten Newsletter. Bei NGOs liegt diese Öffnungsrate meist bei ca. 20 Prozent. Bei unserem genannten Beispiel wären wir nun bei 19.200 aktiven Lesern des Newsletters.

Weiterlesen Erfolg und Reichweite messen – aber wie?

11./12.05.2012, Berlin:

Kampagne20 auf Facebook

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