15. Februar 2011

Die neuen Facebook-Seiten: für NGOs und Kampagnen

Facebook hat seinen Fanseiten eine größere Überarbeitung gegönnt, die ab März automatisch zum Standard wird. Viele Funktionen sind dazu gekommen und vieles davon kann gerade auch von NGOs gut genutzt werden. Doch was genau ist neu bei den Facebook-Seiten? Wir haben eine kleine Zusammenfassung der wichtigsten Funktionen aufgeschrieben.

Zunächst einmal gibt es nun eine eigene Ansichten für Administratoren, sprich die sehen Dinge, die der normale Besucher/Fan einer Facebook-Seite nicht sieht. Dies sind unter anderem Statistiken und Tipps für den Administrator, wie er Facebook noch besser nutzen kann (insbesondere versucht Facebook hier Anzeigen zu verkaufen). So sieht zum Beispiel diese Seite für Kampagne2.0 aus:

Für den Besucher/Fan ändert sich die Ansicht und der Aufbau der Seite ebenfalls sehr deutlich. Wie bei privaten Profilen findet sich jetzt zentral oben eine Leiste aus fünf Fotos und die Navigation ist aus den Tabs rechts unter das Logo der jeweiligen Seite gewandert. Facebook verspricht sich hierdurch mehr Aufmerksamkeit für die Navigation, da der Besucher diesen Ort der Navigation eher gewohnt ist. In der rechten Spalte finden sich nun Hinweise darauf wie man mit der jeweiligen Seite interagiert, sprich wer von meinen Freunden auch Fan dieser Seite ist und welche ähnlichen Seiten mir gefallen.

Doch neben dieser auffälligen Änderungen gibt es noch weitere: so ist zum Beispiel das Logo der Seite nur noch 180 Pixel breit. Die Höhe ist auf maximal 540 Pixel beschränkt. Das vorhandene Logo wird automatisch angepasst.

Wirklich toll sind aber zwei ganz neue Funktionen: zum Einen werden Administratoren nun automatisch bei Kommentaren zu ihren Beiträgen per e-mail informiert. Das minimiert die Notwendigkeit seine eigene Seite ständig zu beobachten. Zum Anderen gibt es nun die Funktion Facebook unter dem Seitennamen zu verwenden. Sprich als Administrator kann ich auf fremden Seiten nun nicht mehr nur unter meinem eigenen, sondern auch unter dem meiner Organisation kommentieren bzw. posten. Ein gutes Tool um auch als Organisation in Diskussionen einzugreifen oder aber auch Werbung für die eigene Arbeit zu machen.

Im Sinne der Transparenz ebenfalls schön: man kann alle Administratoren der Seite öffentlich anzeigen, so dass die Besucher/Fans wissen, wer denn hinter der Seite steht bzw. diese betreut.

Und der sicherlich für einige größte Schritt ist, dass Facebook nun iFrames erlaubt, die auf der Fanseite eingesetzt werden können. Also kein arbeiten mehr mit Facebooks eigenener Programmiersprache FBML, sondern es kann nun ein weit verbreiteter Standard eingesetzt werden.

Wer nun Interesse hat die neuen Facebook-Seiten zu nutzen, für den haben wir hier eine kleine Check-Liste zusammengestellt: Weiterlesen Die neuen Facebook-Seiten: für NGOs und Kampagnen

03. Februar 2011

Kurz notiert: Aktionsformen-Ranking, Richtig schreiben, Map of Good

Die Kampagne “Deine Stimme gegen Armut” hat kurz vor Weihnachten ihre Unterstützer gefragt, welche Aktionsformen sie gut finden und wie sie sich beteiligen würden. Rund 350 Unterstützer beteiligten sich an der Umfrage. Am besten schnitten niedrigschwellige Angebote ab (Unterschriftenaktion, zu Aktion gehen), weniger attraktiv ist es, mit Bundestagsabgeordneten zu reden oder selbst eine Aktion

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07. Mai 2010

Donnerstagabend ein Bild: Drei Kriterien für mehr Facebook-Fans

Gestern hat die Facebook-Fanseite von „Deine Stimme gegen Armut“, einer entwicklungspolitischen NGO-Kampagne, für die ich arbeite, die magische Grenze von 5.000 Fans durchbrochen, eine für deutsche NGO-Seiten sehr hoher Wert.

Seit geraumer Zeit posten wir auf dieser Fan-Seite sehr bewusst und regelmäßig Links, Bilder und Statusupdates. Abseits von konkreten Aktionen gibt es kaum einen anderen Weg für NGO-Kampagnen, schneller neue Unterstützer zu gewinnen bzw. Aufmerksamkeit zu erzeugen.  Die Reaktionen der „Fans“ auf Postings, also ein Klick auf „Gefällt mir“ oder das Schreiben eines Kommentars (beides zusammen „Interaktion“ genannt), wird auf deren Pinnwand angezeigt – und so wiederum von deren Freunden in den Neuigkeiten gelesen. Werden diese neugierig, was ihr „Freund“ gut findet, schauen sie nach und werden im besten Fall selber „Fan“ der Kampagne.

Um diesen viralen Effekt zu optimieren, habe ich mir angeschaut, welche Art von Posting zu welcher Zeit die meisten Interaktionen hervorbringt. Bereits bei der re:campaign-Konferenz wurde die Frage „Was funktioniert bei Online-Kampagnen“ aufgeworfen.  Für die Frage der Facebook-Fanseiten ist das Ergebnis ist ziemlich eindeutig: Willst Du viele Interaktionen erreichen, dann poste donnerstags oder freitags um die Mittagszeit oder am frühen Abend ein Bild. Die Ergebnisse im Detail:

Diese Art von Postings funktionieren

Bilder werden am häufigsten gut gefunden (siehe Grafik oben). Kein Wunder, denn ein Bild ist ein optischer Reiz, der direkt in den „Neuigkeiten“ der Fans ins Auge springt.  Textupdates auf der Fanseite werden am häufigsten kommentiert. Meine Vermutung ist, dass ein provokanter Text oder eine Frage entweder zur Reaktion herausfordert oder schlicht und einfach zeigt, dass hinter der Fanseite Menschen stehen, die Dialog mit den Fans wollen. Richten Seitenbetreiber “Veranstaltungen” ein, sollten sie sich nicht zu viele Reaktionen erhoffen.

Um wieviel Uhr soll ich teilen?

Zwischen 10 und 14 Uhr, also vor und nach der Mittagspause und zwischen 17 und 21 Uhr, also nach Feierabend, finden die meisten Interaktionen statt (siehe Grafik rechts). Die Gründe liegen auf der Hand: In diesen Zeiten haben die meisten User Zeit, mal bei FB reinzuschauen. Wenn dann der Beitrag der NGO-Kampagne gepostet wird, erscheint er direkt oben auf der Neuigkeiten-Seite der Fans, direkt im Blickfeld.

Welche Wochentage versprechen Interaktionen?

Hier zeigt sich ein uneinheitliches Bild:  „Gefällt mir“ heißt es tendenziell gegen Ende der Woche (Donnerstag, Freitag), dagegen wird am Montag und Dienstag am häufigsten kommentiert, übrigens auch am Wochenende. Insgesamt könnte die Datenbasis zu gering sein. Außerdem wurde an den verschiedenen Wochentagen sehr unterschiedlich viel gepostet, zu Wochenbeginn deutlich mehr, dann abnehmend bis Sonntag. Das einzige Sonntags-Posting wurde überdurchschnittlich häufig  kommentiert. Das kann aber Zufall sein, deshalb spare ich mir hier die Grafik.

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27. August 2009

Facebook Seiten für NGOs: Tipps und Tricks

facebook-logo2Seit Mitte März hat das weltweit größte soziale Netzwerk Facebook das Design seiner “Facebook-Seiten” geändert. Die Nutzbarkeit dieser Funktion hat sich seitdem nicht nur für NGOs deutlich erhöht. Worum geht es? Eine Facebook-Seite ist ein öffentliches Profil, welches es ermöglicht gegenüber Facebook-Nutzern die eigene Organisation bekanntzumachen. Die Nutzer können dann ‘Fans’ der Organisation werden und erhalten so automatisch aktuelle Informationen, die von der Organisation eingestellt werden. Dies kann manuell oder auch automatisch erfolgen. Im Resultat ermöglichen die Facebook-Seiten damit eine 1:1-Kommunikation mit einer Zielgruppe, welche angesprochen werden will und Interesse an der Arbeit der NGO hat. Organisationen, die mit Facebook-Seiten arbeiten, bekommen auf ihre Meldungen somit ein sehr direktes Feedback. Die Identifizierung mit der Arbeit der NGO kann dabei ebenso erhöht werden wie die Mobilisierung, da sie durch eine sehr direkte Ansprache erfolgt. Die Pflege einer Facebook-Seite kann für eine NGO jedoch auch schnell sehr zeitaufwändig werden. Doch Facebook stellt auch zahlreiche technische Hilfsmittel zur Verfügung, die die Administration erleichtern und zum Teil auch automatisieren. In diesem Blogpost stellen wir daher ein paar Tricks und Tipps vor, freuen uns aber auch über weitere Anregungen. Weiterlesen Facebook Seiten für NGOs: Tipps und Tricks