Die perfekte Mitmachaktion: Konzeption von NGO-Kampagnen

Montag, 8. Februar 2010 22:54

Ein großes NGO-Bündnis plant derzeit eine Kampagne und hatte mich gebeten, einen Input zum Thema “Mitmachaktion” zu geben. Ich habe die Gelegenheit genutzt, ein paar Gedanken bzw. Kriterien zur Konzeption zu Folie zu bringen, die ich gerne zur Diskussion stellen will.

Dabei ist mir einmal mehr aufgefallen, wie wichtig eine saubere Konzeption im Vorfeld ist: Was will ich politisch erreichen? Was will ich von den Unterstützern? Und vor allem: Was wollen die Unterstützer? Unter welchen Umständen beteiligen sie sich an meinen Aktionen? Inspiriert hatte mich dabei der Vortrag von Julius van der Laar, der bei der letzten Socialbar in Berlin darüber sprach, dass Menschen, dann aktiv werden, wenn es a) eine Krise, einen Konflikt gibt, wenn sie b) merken, dass es eine historische Chance für Veränderung besteht (Timing/ Window of Opportunity) und c) deutlich wird, dass sie mit ihrem Engagement etwas verändern können.

Unerlässlich ist bei der Konzeption auch das Verlassen bekannter Pfade. NGOs denken häufig viel zu starr in ihrer eigenen Logik. Die ist jedoch in den seltensten Fällen die Denkweise des Otto-Normalbürgers. Organisationen dürfen nicht versuchen, den Unterstützern ihre eigene richtige und auch wichtige NGO-Wahrheit aufzudrücken. Diese ist häufig zu komplex, zu fachspezifisch und deshalb nur zu häufig “unsexy” für Engagement. NGOs müssen lernen, sich in die Realitäten und das Wissen der Unterstützer hineinzuversetzen, ihren Humor und ihr Gefühl von Un-/Gerechtigkeit verstehen. Denn schließlich sollen mit den Kampagnen nicht Gläubige bekehrt, sondern breit getragene gesellschaftliche Veränderungen herbeigeführt werden.

Wird das überzeugend kommuniziert und eine schlüssige Aktion angeboten, ist das die halbe Miete. Der Rest ist Handwerk. Ein paar Tipps:

  • Berichtet regelmäßig über Aktionen, erzählt Geschichten, zeigt Menschen in Aktion. Das nimmt die Scheu, selbst aktiv zu werden und motiviert. Für solche Updates eignen sich ein Blog, Facebook-Fanseiten oder Twitter. Denkt in Bildern, visualisiert Engagement.
  • Zeigt Kampagnenfortschritt, zum Beispiel durch Unterschriftenzähler; kommuniziert ggf. ein Ziel und den Stand der Erreichung. Auch das motiviert.
  • Macht Euch vorab Gedanken über Werbemaßnahmen (kostspielig) oder setzt auf den viralen Effekt – dafür muss die Aktion pfiffig sein.
  • Plant in Phasen und sorgt für eine “Eskalation” zum Kampagnenhöhepunkt.

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SocialBar Berlin

Dienstag, 2. Februar 2010 23:13

Die diesmalige SocialBar Berlin fand im Rahmen der Social Media Week statt, entsprechend prall gefüllt war das taz Cafe. Vorträge gab es zu “Haiti – unter Perspektive sozialer Medien”, “Case Study: Online and Offline Organizing / Issue and Electoral Campaigning” und ich habe eine Präsentation zu “Online Fundraising: Trends, Tendenzen und Potentiale” gehalten.

Diese Präsentation kann hier heruntergeladen werden. Kommentare erwünscht!

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FundraisingCamp

Montag, 25. Januar 2010 10:45

Am vergangenen Freitag fand in Berlin das erste FundraisingCamp2.0 statt. Rund 80 Vertreter aus den Bereichen NGOs, Fundraising und Web kamen für einen Tag im Hub zusammen. Es ergaben sich zahlreiche spannende Diskussionen rund um das Thema Online Fundraising. Im Rahmen des Camps habe ich auch eine erweiterte Präsentation zu “Facebook für NGOs – und wie es auch fürs Fundraising genutzt werden kann” gehalten.

Sie steht ab sofort hier als Download zur Verfügung.

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Facebook für NGOs: Kurzpräsentation

Freitag, 13. November 2009 11:49

Gestern habe ich bei der Socialbar Ruhr eine Kurzpräsentation zum Thema ‘Facebook für NGOs’ gehalten. Selbige basierte zum Teil auf meinen Blogbeitrag Facebook Seiten für NGOs: Tipps und Tricks. Im Kern geht es darum, dass Facebook inzwischen eine so große Reichweite aufweist, dass NGOs dieses soziale Netzwerk nur noch schwerlich ignorieren können, sondern stattdessen als zusätzlichen Kanal nutzen sollten. Belegbar ist dies an den inzwischen über 5 Millionen Facebook-Nutzern in Deutschland (in der Präsentation sind noch die Zahlen von Oktober genannt). Gleichzeitig kommt aus den USA eine neue Studie, die besagt, dass bereits 40% der Facebook-Nutzer dort Fan einer Marke werden. Die Chance also zusätzliche und bestehende Unterstützer der eigenen NGO auch bei Facebook zu erreichen, sind also hoch. Die kurze Präsentation findet sich nun hier:

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Kurz notiert (10.11.2009)

Dienstag, 10. November 2009 15:37

Im Wahlkampf von Barack Obama war es im vergangenen Jahr der letzte Schrei: user customized videos, also Videos, in denen das eigene Gesicht oder der eigene Name, implementiert wurde. So konnte plötzlich JedeR zum Held oder Buhmann eines Videos im Web werden. Es hat etwas gedauert bis diese Idee auch in Deutschland angekommen ist, aber zur Bundestagswahl haben dies zum Beispiel die IG Metall und der Radiosender 1Live genutzt.  Diese Form der viralen Ansprache von Internetnutzern ist natürlich auch wunderbar auf Kampagnen von NGOs übertragbar. Die Action Medeor hat dies mit einem Video zum Thema Malaria umgesetzt. In manchen Belangen wirkt das Video aber noch etwas unprofessionell und auch die Frage um was es genau geht und was mit den gesammelten daten passiert, ist unklar. Dennoch ein richtiger Schritt und wir werden in Zukunft bestimmt noch mehr solcher Videos sehen.

Am 22. Januar 2010 findet in Berlin das Fundraising2.0 Camp statt. Es soll eine Plattform für den kreativen Austausch und Zusammenarbeit zwischen Fundraising, NGOs und Politik bieten und ist somit sicherlich für viele Fundraiser innerhalb von Spendenorganisationen interessant. Die Anmeldung ist ab Ende November möglich, Infos finden sich hier.

Schon diesen Donnerstag (12.11.) findet übrigens die dritte Socialbar im Ruhrgebiet statt. Ab 19 Uhr geht es los im Unperfekthaus in Essen. Anmeldungen sind noch hier möglich.

Zum Abschluss sei noch auf die Webseite Kampagnenpraxis verwiesen. Es handelt sich um das Projekt einer Arbeitsgemeinschaft junger Fachleute an der Schnittstelle zwischen politischer Kommunikation und den Internetmedien. In regelmässigen Reports soll dort an praxisnahen Beispielen aufgezeigt werden, wie das Internet  für Kampagnen und Kommunikation erfolgreich genutzt werden kann. Bisher sind drei Reports erschienen.

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DOs and DON’Ts: Twitter-Nutzung für NGOs

Sonntag, 18. Oktober 2009 18:17

Jörg Reschke hat beim Socialcamp eine Session zur richtigen Nutzung von Twitter durch NGOs angeboten und die Ergebnisse der Diskussion in einer Präsentation zusammengefasst, die ich so treffend und hilfreich finde, dass ich sie hier gerne präsentiere:

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Socialcamp 2009: Aha-Erlebnis fehlt

Sonntag, 11. Oktober 2009 18:29

Der Studenplan für die Socialcamper am Samstag (Foto: Helpedia)Inspirierende Gespräche, fundierte Sessions und exzellentes Catering – schön war’s. Das ist mein Kurzfazit des diesjährigen Socialcamps, das am 3./4. Oktober in Berlin stattgefunden hat. Zum zweiten Mal haben sich Social-Media-Experten und NGOler getroffen, um sich auszutauschen und voneinander zu lernen. (Fotos von Helpedia). Die Euphorie des vergangenen Jahres hat sich bei mir dieses Mal aber nicht eingestellt.

Die Teilnehmer

Erfreulich war, dass dieses Jahr deutlich mehr Vertreter etablierter NGOs dabei waren, darunter action medeor, Ärzte ohne Grenzen, CARE, Deutsche Stiftung Weltbevölkerung, Deutsches Kinderhilfswerk, Deutsches Rotes Kreuz, Diakonie Katastrophenhilfe, Oxfam oder Schüler schenken Leben. Einige Kollegen aus den Entwicklungs-NGOs, die ich gerne getroffen hätte, mussten allerdings kurzfristig absagen: Wegen verschiedener Naturkatastrophen, vor allem wegen des Erdbebens in Indonesien, konnten sie nicht weg aus dem Büro. Das zeigt, dass für Hilfs-NGO die Kernaufgaben aber auf jeden Fall vorgehen. Auffällig war, dass kaum namhafte Blogger oder spezialisierte Agenturen vertreten waren, die 2008 mitgemacht haben.

Die Sessions

Session beim Socialcamp (Foto: Helpedia)Während es 2008 schon fast schwierig war, einen Raum für eine Session zu ergattern, blieben dieses Mal einige Slots frei. Weil einige etablierte Experten und “Vordenker” nicht dabei waren (s.o.), hatte ich den Eindruck, dass das Niveau der Sessions insgesamt nicht so hoch war wie im letzten Jahr. Man kann sagen, dass das Camp eher Austausch- und Werkstattcharakter hatte, bei dem konkrete Anwendungsbeispiele und “do’s and don’ts” diskutiert wurden. Das kommt dem Ziel, klassische NGOs verstärkt einzubinden entgegen und führt dazu, dass Social Media-Aktivitäten dieser Akteure tendenziell besser werden.

Stehtisch- statt Flurgespräche beim Socialcamp (Foto: Helpedia)Andererseits fehlt das Visionäre, das “Aha”-Erlebnis für die NGOler. Eine “Einzelkritk” einiger Sessions habe ich weiter unten zusammengestellt. Die NGOler sahen sich dieses Jahr, anders als 2008, nicht mit der leichten Überheblichkeit einiger  Onliner konfrontiert, die in den NGOs lediglich schwerfällige, uncoole und wenig experimentierfreudige Tanker sehen, sieht man vom Artikel des 19jährigen Simon Columbus ab. Auch bei den Onlinern scheint sich die Erkenntnis durchzusetzen, dass NGOs nicht die Vorreiter sein müssen, dafür aber wohlüberlegt in ausgewählt Social-Media-Vorhaben investieren.

Das Drumherum

Das Socialcamp ist professioneller geworden: Die Organisation war prima. Das Catering war hervorragend und sorgte für eine Rundum-Wohlfühl-Atmosphäre. Die Party der Socialbar-Macher am Samstagabend tat ihr übriges dazu.

Und nun?

In den Flurgesprächen kristallisierte sich heraus, dass Socialcamp-Neulinge das Wochenende hervorragend, die “alten Hasen” es “ging so” fanden. Fraglich ist, ob eine dritte Auflage 2010 im selben Format Sinn macht. Zum einen kennen sich die zentralen Akteure der “Szene” mittlerweile. Die Onliner sind in der Diskussion mit NGOlern tendenziell unterfordert, die NGOler brauchen aber hochwertigen Input, um das Thema überzeugend in ihre Organisationen zu tragen. Zum anderen wiederholen sich die Socialcamp-Themen in dutzenden, spezialisierten Barcamps jedes Wochenende. Auch die regionalen Socialbars leisten einen hervorragenden Beitrag, die Debatte am köcheln zu halten.

Sessionplanung (Foto: Helpedia)Ich denke, im kommenden Jahr muss etwas neues passieren. Denkbar ist, dass das Socialcamp an eine etablierte Konferenz, z. B. die re:publica andockt oder von verschiedenen NGOs (mit-)getragen wird. Auf diese Art und Weise könnten Synergieeffekte geschaffen und die Zielgruppe erweitert werden. Denkbar wäre aber auch, dass gewisse thematische Schwerpunkte definiert werden, zu denen dann gezielt Fachleute eingeladen werden, um das Profil des Socialcamp zu schärfen.

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Social Media und entwicklungspolitische NGOs

Mittwoch, 2. September 2009 8:52

Screenshot Vortrag Socialbar BerlinKeinem ist aufgefallen, dass sich der Titel meines gestrigen Vortrags bei der Socialbar in Berlin lustig reimte: “Twitter, Facebook und Co. im Einsatz bei entwicklungspolitischen NGOs”. Zugegeben, ist ja auch ein bißchen dämlich und mir selbst erst im Nachhinein aufgefallen. Nichtsdestotrotz, hier die Folien meiner Präsentation zum Download.

Ich habe versucht einen abwägenden Blick auf die Web 2.0-Nutzung von Hilfsorganisationen zu werfen und in sofern eine Lanze für die NGOs zu brechen als dass sie sich eben nicht blind auf jede neue technische Möglichkeit stürzen, sondern sorgfältig abwägen. Ohne allerdings auf den Einsatz ganz zu verzichten. Bin gespannt, wie die Diskussion beim Socialcamp weitergeht. Herzlichen Dank an dieser Stelle nochmals an das Socialbar-Team Robert, Sophie, Tobias und all die anderen und herzlichen Glückwunsch zum 1. Geburtstag.

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Facebook Seiten für NGOs: Tipps und Tricks

Donnerstag, 27. August 2009 9:28

facebook-logo2Seit Mitte März hat das weltweit größte soziale Netzwerk Facebook das Design seiner “Facebook-Seiten” geändert. Die Nutzbarkeit dieser Funktion hat sich seitdem nicht nur für NGOs deutlich erhöht. Worum geht es? Eine Facebook-Seite ist ein öffentliches Profil, welches es ermöglicht gegenüber Facebook-Nutzern die eigene Organisation bekanntzumachen. Die Nutzer können dann ‘Fans’ der Organisation werden und erhalten so automatisch aktuelle Informationen, die von der Organisation eingestellt werden. Dies kann manuell oder auch automatisch erfolgen. Im Resultat ermöglichen die Facebook-Seiten damit eine 1:1-Kommunikation mit einer Zielgruppe, welche angesprochen werden will und Interesse an der Arbeit der NGO hat. Organisationen, die mit Facebook-Seiten arbeiten, bekommen auf ihre Meldungen somit ein sehr direktes Feedback. Die Identifizierung mit der Arbeit der NGO kann dabei ebenso erhöht werden wie die Mobilisierung, da sie durch eine sehr direkte Ansprache erfolgt. Die Pflege einer Facebook-Seite kann für eine NGO jedoch auch schnell sehr zeitaufwändig werden. Doch Facebook stellt auch zahlreiche technische Hilfsmittel zur Verfügung, die die Administration erleichtern und zum Teil auch automatisieren. In diesem Blogpost stellen wir daher ein paar Tricks und Tipps vor, freuen uns aber auch über weitere Anregungen. [...]

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Socialcamp09 bittet zur Anmeldung

Dienstag, 25. August 2009 14:50

Im letzten Jahr fand in Berlin das erste Socialcamp statt (siehe unseren Bericht). Die Idee dahinter ist Mitarbeiter von NGOs mit erfahrenen Online-Experten zusammenzubringen. Dabei soll ein Austausch über die Erfordernisse und Möglichkeiten der (Online-)Kommunikationsstrategie von NGOs erfolgen. Folgende Fragen sollen dabei u.a. diskutiert werden: Welche Entwicklungen im Internet sind für die Arbeit von NGO von Interesse? Wie können NGO erfolgreich im Internet agieren? Welche Veränderungen bringt das Internet für die strategische Ausrichtung von NGO mit sich?

Beim ersten Socialcamp fanden sich damals viele Online-Experten ein, aber leider wenig NGO-Vertreter. Es wäre mehr als nur wünschenswert, wenn sich dies beim zweiten Mal ändern würde. NGOs sollten das Socialcamp als Chance verstehen sich auf dem (möglicherweise) unübersichtlichen Terrain der Onlinemöglichkeiten und dem Web2.0 einen Überblick zu verschaffen, Experten kennenzulernen und praktische Tipps zu erhalten. Ein Ausprobieren vieler spannender Tools ist meist ebenfalls vor Ort möglich. Gleichzeitig möchten wir an dieser Stelle auch nochmal an die Organisatoren appellieren NGOs vielleicht noch direkter anzusprechen und einzuladen. Nur wenn beide ‘Seiten’ gleichmässig stark vertreten sind, wird das Socialcamp einen wirklichen Mehrwert für alle TeilnehmerInnen schaffen.

Das Socialcamp09 findet am 3. und 4. Oktober im SelfHub in Berlin-Kreuzberg statt. Die Teilnahme ist kostenlos, eine aktive Mitarbeit wird erwartet. Speisen und Getränke sind meist gegen einen Kostenbeitrag erhältlich. Die Anmeldung erfolgt über socialcamp-berlin.de – eine schnelle Anmeldung sollte auf Grund der begrenzten Plätze erfolgen. Für Vertreter von NGOs gibt es zusätzliche Teilnehmerplätze. Wir wünschen viel Spaß und ein erfolgreiches Wochenende!

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Twibbons – Flagge zeigen mit Twitter

Samstag, 15. August 2009 17:09

Twibbon - Eigene Icons für das TwitterfotoNach den Protesten im Iran war der Twitter in aller Munde. Nicht nur für die Organisation der Protestierenden im Land selbst war der Online-Kurznachrichtendienst wichtig, auch im Ausland nutzen Unterstützer ihn, um ihre Solidarität zu zeigen. Häufig zu sehen war ein grün eingefärbtes Profilbild (Avatar).

Mit dem Mashup “Twibbon” können twitternde Organisationen mit wenigen Klicks ein Kampagnenelement einrichten, mit dem ihre Unterstützer Icons in das eigene Profilbild einbinden und so ihre Unterstützung zeigen können. So kann das Symbol der Organisation oder einer Kampagne sich durch einen viralen Effekt weit durch die Twitterwelt verbreiten und Aufmerksamkeit erzeugen.

Twitter-Avatar von helfire451Ich habe das für “Deine Stimme gegen Armut” getestet. Das Symbol der weltweiten Aktion ist ein weißes Band, das zum Beispiel als Banner über eine Ecke von MySpace- oder Webseiten gelegt werden kann. Als Twibbon macht sich das bestimmt gut.

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Thema: Beispiele aus der Praxis, Online-Campaigning, Twitter | Kommentare (1)

act.ly: Unterschriftenaktionen mit Twitter

Sonntag, 2. August 2009 16:02

act.ly Screenshot Der Mikrobloggingdienst Twitter wächst stetig und wird vielfach als Internet-Anwendung der Zukunft gesehen. In Deutschland ist die Zahl der Nutzer (noch?) überschaubar. Twitternutzer sind hierzulande vor allem in der Medien- und Computerbranche zu finden. Wenn sich das ändert und Twitter ein Massenphänomen ist, wird das Tool act.ly für politische und/oder NGO-Kampagnen interssant, über das ich kürzlich gestolpert bin. Dort können Unterschriftenaktionen (Petitionen)  gestartet werden, mit denen andere Twitterer, beispielsweise Politiker oder Unternehmen unter Druck gesetzt werden, etwas zu tun. Ein ideales Tool für NGO-Kampagnen?

“@BarackObama, support African fight against poverty”

So funktioniert’s: Jeder bei Twitter registrierte User kann eine Petition starten. Dafür wird der Twittername der “Zielperson”, ein Petitionstext und ein Standard-Tweet-Text eingegeben. Wichtig ist, dass die act.ly-URL, der Name der Zielperson (zum Beispiel @kampagne20) enthalten sind, der Rest ist frei editierbar, genau wie der Petitionstext (auch nachträglich… ein Manko). Ein Hashtag (zum Beispiel #kampagne20) kann die Verbreitung erhöhen und das Monitoring vereinfachen.

Aktiviert wird die Petition, wenn der Initiator sie selbst unterschreibt, also tweetet. Auf der Seite der Petition ist zu sehen, wer zuletzt unterzeichnet hat, es gibt einen Tweet-Button und die üblichen “Weitersagen”-Funktionen zu Facebook, Myspace und Co. Die “Zielperson” hat auf der act.ly-Seite die Möglichkeit, eine Antwort auf die Forderung zu schreiben.

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Demo-Berichterstattung: der Praxis-Test

Dienstag, 31. März 2009 13:24

Im November letzten Jahres fand der erste G20-Gipfel in Washington statt. Damals kritisierten wir, dass vom Protest aus Anlass des Gipfels wenig zu lesen bzw. zu sehen war (siehe unser Blogeintrag vom 18.11.2008). In wenigen Tagen, genauer gesagt am 2.4.2009, findet nun der zweite G20-Gipfel statt. Wieder ist das Thema die Weltfinanzkrise und wieder regt sich Protest. Zahlreiche NGOs aus ganz Europa hatten bereits am vergangenen Samstag (28. März) aus diesem Anlass zu einem Aktionstag aufgerufen. Und tatsächlich gab es zahlreiche Demos in vielen europäischen Großstädten. Auch in Berlin und Frankfurt/M. gingen Zehntausende auf die Straße.

Die Hauptdemonstration fand jedoch am Ort des G20-Gipfels, also in London, statt. Wir von kampagne20.de waren dabei und haben einmal selbst getestet wie aufwändig oder schwierig es eigentlich ist, eine derartige Veranstaltung schnell und trotzdem angemessen zu begleiten und zu dokumentieren (und nebenbei auch noch zu demonstrieren). Hier unser kleiner Erfahrungsbericht:

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Tweet-A-Thon: Eine echte Twitter-Kampagne

Samstag, 28. Februar 2009 15:44

Vor knapp einem Jahr haben wir ausführlich den Einsatz von Twitter für NGOs diskutiert. Damals war ich skeptisch. Mittlerweile bin ich eines besseren belehrt worden und bin überzeugt, dass wir noch pfiffige NGO-Kampagnen mit echter Integration von Twitter sehen. Dabei geht es mehr um eine eher zufällige Verbindung von Offline-Aktivitäten mit Twitter, wie es bei den Twestivals zu beobachten war.

Die Hilfsorganisation CARE in den USA macht es jetzt vor und startet den Tweet-A-Thon. Anlass ist der Internationale Tag der Frauen (IWD) am 8. März, zu dem eine Awareness-Raising- und Spendenaktion gestartet wird um “ordentlich für Lärm zu machen für Frauenrechte” (Motto: “A Powerful Noise”).

Die Idee ist simpel: Vom 2. bis 5. März sollen alle Twitterer ihre Postings mit dem Tag “#apowerfulnoise” versehen, egal um was es darin geht. Für jeden gezählten Hashtag spendet das Kino-Event-Unternehmen NCM Fathom 10 US$-Cent an CARE, maximal 5.000 US$ für 50.000 Tweets. Die aktuelle Zahl kann hier abgerufen werden. Ein Twitter-Avatar (Profilbild) zum Thema wird auch gleich angeboten, das man vom 2. bis 5. März einbinden kann.

Auf diese Weise werden zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen: Im globalen Gezwitscher wird Aufmerksamkeit für das Thema erzeugt und gleichzeitig Fundraising für Entwicklungshilfe-Projekte von CARE betrieben. Der Aufwand für die NGO CARE ist zunächst gering, sie profitiert finanziell und durch die erzeugte Aufmerksamkeit durch die innovative Aktion und die – hoffentlich erfolgende – Auseinandersetzung der User mit dem Thema.

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Twestival: twitter-Treffen für den guten Zweck

Donnerstag, 12. Februar 2009 16:58

Anfang diesen Jahres hatten wir in einem Blogbeitrag die Möglichkeiten diskutiert, die das Microblogging-Dienst twitter für NGOs bietet. Das Potenzial, welches twitter für NGOs haben kann, zeigt das heute weltweit stattfindene twestival auf. In über 175 Städten treffen sich dabei Menschen, die alle nur eines gemeinsam haben: sie twittern. Doch das Ziel des twestivals ist es nicht nur Menschen zusammenzubringen, sondern es verfolgt gleichzeitig auch noch einen guten Zweck. Alle Einnahmen des twestivals, also Eintrittsgelder und Spenden, gehen an die NGO Charity Water, die sich dafür einsetzt sauberes Trinkwasser in Entwicklungsländern anzubieten. Dies geschieht ua.a durch den Bau von Brunnen, die pro Stück zwischen 4 und 12.000 US-Dollar kosten.

Das twestival zeigt dabei zwei Phänomene auf: zum Einen wird deutlich, dass Menschen, die über twitter vernetzt sind, durchaus ein großes Interesse daran haben sich fernab der täglichen Internet-Kommunikation auch im realen Leben zu treffen. Dies beinhaltet auch ein großes Mobilisierungspotential von NGOs – wenn sie denn entsprechende Angebote für Veranstaltungen unterbreiten. Gleichzeitig zeigt es, dass die Netzgemeinde weiterhin ein großes Interesse daran hat Dinge zu verändern. Und es dank der Vernetzung über Soziale Netzwerke oder eben twitter auch selbst in die Hand zu nehmen. Der Aufwand für die Organisatoren des twestivals ist eher gering, der Output für Charity Water dürfte hingegen sehr groß sein. Nicht nur monetär, sondern eben auch allein schon durch die beständige Verlinkung und das bennenen der NGO.

Und obwohl auch in Deutschland einige twestivals stattfinden, haben von den hiesigen NGOs bisher immer noch nur wenige den Weg zu twitter gefunden. Hier eine kleine Übersicht der deutschsprachigen NGOs, die (mehr oder weniger häufig) twittern (Ergänzungen ausdrücklich erwünscht!):

Ärzte ohne Grenzen Österreich

Attac Österreich

Care Deutschland

Deine Stimme gegen Armut

dieGesellschafter

erlassjahr.de

Greenpeace Deutschland

Reporter ohne Grenzen

Unicef Deutschland

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